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30 Jahre Ubisoft - Teil 1: Der bedrohte Riese

Weltweit bekannte Marken, Multiplattform-Spiele, Kinofilme, Comics, Bücher: Drei Jahrzehnte nach der Firmengründung schöpft Ubisoft seine Unabhängigkeit von Großinvestoren in vollen Züge aus. Fragt sich nur: Wie lange noch?

von Michael Graf, Benjamin Schäfer,
10.12.2016 08:00 Uhr

Ubisoft hat Angst. Im September 2016 bittet der Publisher zum Pressetermin in seine Pariser Zentrale. Klar, die Weihnachtssaison rückt näher, Watch Dogs 2 und das Wintersportspiel Steep stehen in den Startlöchern, 2017 folgen For Honor sowie Ghost Recon: Wildlands. Es gibt viel zu besprechen - doch diesmal geht es nicht um Spiele. Ubisoft möchte über sich selbst reden. Gerade haben die Franzosen ihren 30. Geburtstag gefeiert, die ehemalige Obstschuppenfirma aus der Bretagne ist inzwischen der drittgrößte unabhängige Spielehersteller weltweit.

Ausruhen kann sich Ubisoft auf diesen Lorbeeren jedoch nicht. Über dem Publisher baumelt das Damoklesschwert der feindlichen Übernahme durch das ebenfalls französische Medienkonglomerat Vivendi. Der Konzern hält bereits knapp ein Viertel der Ubisoft-Aktien, entschieden mehr als die Firmengründer, die fünf Guillemot-Brüder. Wird Vivendi das Ruder an sich reißen? Ubisoft zittert um seine Unabhängigkeit - und wappnet sich zur Abwehrschlacht.

Einige Tage nach unserem Pressetermin folgt das erste Aufatmen: Bei der Hauptversammlung der Ubisoft-Aktionäre verzichtet Vivendi darauf, einen eigenen Vertreter in den Aufsichtsrat wählen zu lassen. Ubisoft feiert das als Sieg, doch der Übernahmekampf hat erst begonnen. Wer 30 Prozent der Aktien hält, ist nach französischem Unternehmensrecht verpflichtet, den restlichen Anteilseignern ein Kaufangebot zu unterbreiten. Wenn genügend Ubisoft-Aktionäre einschlagen, können weder Management noch Firmengründer den Ausverkauf verhindern.

Vivendi vs. Ubisoft - Es ist noch nicht vorbei! 14:52 Vivendi vs. Ubisoft - Es ist noch nicht vorbei!

Als Mahnmal gilt der Pariser Mobile-Entwickler Gameloft, den der Ubi-Mitgründer Michel Guillemot 2001 aus der Taufe gehoben hat, und den Vivendi im Juni 2016 schluckte. Aus Protest gegen das aggressive Geschäftsgebaren des Konzerns trat das Gameloft-Management daraufhin geschlossen zurück. Ubisoft könnte dasselbe Schicksal drohen, schon bald.

Nur - warum sollte uns das kümmern? Vivendi war bereits von 1998 bis 2012 an Blizzard beteiligt, in dieser Zeit entstanden dort fantastische Spiele wie Warcraft 3, Diablo 2 sowie World of Warcraft. Warum man Vivendi dennoch als Bedrohung begreift, möchte Ubisoft beim Presseempfang in Paris zeigen. Klar, es ist eine Werbeveranstaltung - aber nicht für die Spiele, sondern für die Firmenkultur, die durch die drohende Übernahme angeblich gefährdet sei.

Was macht Ubisoft besonders? Wie tickt der Spielehersteller? Und wie ist die Truppe um Geschäftsführer und Mitbegründer Yves Guillemot überhaupt so erfolgreich geworden? Um das zu ergründen, reisen wir erstmal zurück zu den Ubisoft-Wurzeln.

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