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Abenteuer an teuren Abenden

Der Handel mit virtuellen Gütern boomt. Trotz anhaltender Vorwürfe der Kinderarbeit und Ausbeutung von Arbeitskräften verzeichnen Goldfarmer und Powerleveling-Dienste auch in Deutschland steigende Gewinne. Wir haben mit dem Dienstleister Gameeconomy über Nutzen und Schaden ihrer Angebote gesprochen.

von Michael Obermeier,
17.09.2007 17:09 Uhr

Star Gate

Ein selbst erarbeiteter Ferrari ist mehr wert als ein geschenkter. „Aber nehmen würden Sie doch beide“, vergleicht Tatjana Brot, Marketing Managerin von Gameeconomy, einem großen deutschen Goldfarming- und Powerleveling-Dienstleister. Das Unternehmen macht gestresste Online-Rollenspieler mit vollem Terminkalender zu virtuellen Millionären, rüstet deren Avatare mit der bestmöglichen Ausrüstung aus oder erstellt gleich komplette Wunsch-Helden auf Maximallevel – alles gegen echtes Geld, versteht sich. Denn während die Entwickler von Online-Rollenspielen neben monatlichen Gebühren ansonsten nur viel Zeit voraussetzen, um im Spiel groß herauszukommen, kostet die zeitsparende Abkürzung über Goldfarmer bare Münze.

Der Service besteht für alle populären Online-Welten wie Herr der Ringe Online, Vanguard, Eve Online oder Guild Wars, wenn auch mehr als 80% der Kunden Dienste für World of Warcraft nutzen. „Wir helfen den Spielern, die gerne ganz vorne mitmischen würden, denen aber die nötige Zeit fehlt. Und dadurch sind letztlich ja alle glücklich“, erklärt Frau Brot ihr Konzept.

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