Activision - 600 Jobs in Großbritannien gefährdet

Nachdem die britische Regierung einen angekündigte Steuerfreiheit für Spielentwickler zurückgenommen hat, droht Activision mit der Abwanderung.

von Hanno Neuhaus,
04.01.2011 17:16 Uhr

Bobby Kotick, CEO von ActivisionBobby Kotick, CEO von Activision

Wie das britische Magazin The Telegraph berichtet, ist man im Hause Activision nicht davon angetan, dass im Juni des vergangenen Jahres die bis dato angepeilte Steuerfreiheit für Videospielentwickler auf Eis gelegt wurde. Dazu Bobby Kotick, der CEO von Activision: »Ich glaube, das es [die Abwendung der Steuerfreiheit] ein schlimmer Fehler ist. Es gibt so viele andere Orte, die die Videospielindustrie ermutigen.« Auch der britische Spieleentwicklerverband (TIGA) sieht die Entscheidung der Regierung kritisch und sprach sich für eine erneute Aufnahme der Bestrebung nach Steuerfreiheit aus. Der TIGA geht davon aus, dass so rund 3550 Jobs auf Diplom-Level gesichert werden könnten.

Derzeit sind bei den britischen Firmenzweigen von Activision rund 600 Personen angestellt, die – sollte sich der Publisher entschließen der Insel den Rücken zu kehren – womöglich auf der Straße sitzen würden. Schon vor zwei Monaten gab es eine News, die Activision und die englische Spieleschmiede Bizarre Creation betraf. Die Macher von Blur und James Bond 007: Blood Stone stehen derzeit augenscheinlich zum Verkauf. Allerdings ist hier noch keine eindeutige Entscheidung gefällt worden. Aber vielleicht spielt die nun drohende Abwanderung des Publishers jetzt eine größere Rolle in diesem Prozess.


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