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Aion im Test - Kontrollbesuch zur Free2Play-Umstellung

Das Online-Rollenspiel punktete 2009 mit fliegenden Helden und einem umfangreichen PvP-Erlebnis. Reicht das, um auch nach der Free2Play-Umstellung konkurrenzfähig zu sein? Wir klären es in unserem Kontrollbesuch.

von Patrick Lück,
24.01.2013 16:47 Uhr

Aion - Kontrollbesuch zur Free2Play-Umstellung 7:35 Aion - Kontrollbesuch zur Free2Play-Umstellung

Fliegen. Ein Menschheitstraum. Wer wollte nicht mal Flügel spreizen und sich wie ein Vogel in die Lüfte erheben? Das koreanische Online-Rollenspiel Aion zeigt aber, dass Flügel Verpflichtungen mit sich bringen. Denn in der Welt von Aion gehören geflügelte Spieler den göttlichen Daeva an, die als Beschützer der Menschen dienen. Aber als fliegender Held geht‘s nicht nur gegen allerlei Monsterscharen - allen voran die drachenähnlichen Balaur - in den Kampf, sondern auch gegen andere Daeva der verfeindeten Fraktion. Kurz: Aion-Spieler müssen sich mit ihren Flügeln im PvE wie im PvP gleichermaßen beweisen.

Angepasste Wertung
Unser Kontrollbesuch ändert nichts an der Gesamtwertung, sehr wohl aber an den Einzelwertungen von Aion. Den Original-Test lesen Sie hier.

Die Umstellung: Abo zu F2P

Aion erschien bereits 2008 in Korea und ein Jahr darauf in Europa (GS 12/2009, 83 Punkte). Da die Zeit Abo-basierter Online-Rollenspiele langsam zu Ende geht (zuletzt erwischte es Star Wars: The Old Republic und The Secret World), stellte der Karlsruher Publisher Gameforge Aion im Februar des vergangenen Jahres auf ein Free2Play-Modell um. Mit Erfolg, denn bereits in den ersten vier Wochen nach der Umstellung kamen nach Gameforge-Angaben über 750.000 neue Accounts hinzu.

Manche Ecken in der Spielwelt, wie hier im Open-PvP-Gebiet Abyss, sehen dank hübscher Lichtstimmung und Architektur immer noch hübsch aus, während der Rest des Spiels sein Alter nicht mehr leugnen kann.Manche Ecken in der Spielwelt, wie hier im Open-PvP-Gebiet Abyss, sehen dank hübscher Lichtstimmung und Architektur immer noch hübsch aus, während der Rest des Spiels sein Alter nicht mehr leugnen kann.

Auch im Kontrollbesuchszeitraum waren in den meisten Gebieten jetzt auch noch immer genügend Spieler unterwegs. In Stoßzeiten sogar so viele, dass ein altes Manko wieder zu Tage tritt: das Ruckeln bei größeren Spieleransammlungen. Während die Ruckelei in friedlichen Städten lediglich lästig ist, ist es bei größeren Mehrspieler-Schlachten im PvP-Gebiet »Abyss« schon fatal, weswegen wir dort nach wie vor die Grafikdetails stark runterskalieren müssen. Allerdings nicht so oft wie früher, da im Abyss vor allem tagsüber nur wenig los ist.

Größere Schlachten um die dortigen Festungen finden, wenn überhaupt, meist eher in den Abendstunden statt. Trotzdem kloppen sich noch viele Spieler um die Risse zwischen den Welten oder im nachgereichten Areal Balaurea. Außerdem erweiterte man die Spielwelt mit Update 3.5 um weitere PvP-Arenen. Für Freunde der gepflegten Mehrspieler-Schlachten bleibt Aion daher immer noch eine sehr gute Wahl.

Viel Neues: Die Content-Updates

Aber auch im PvE- beziehungsweise Solo-Bereich haben die Entwickler bereits reichlich Inhalte nachgereicht (siehe Kasten), unter anderem Mounts, Housing oder mit Update 3.5 zum Beispiel auch neue Instanzen. Zudem warten vermutlich noch dieses Jahr mit Update 4.0 drei neue Klassen (die Anzahl steigt von vier auf sieben) sowie ein neues Gebiet und eine Levelcap-Erhöhung von 60 auf 65 auf uns. An Wieder- und Weiterspielwert mangelt es daher in Aion nicht. In einem entscheidenden Kritikpunkt hat Aion allerdings weiterhin seine große Schwäche, nämlich beim Questdesign, was wir schon damals in unserem ersten Test bemäkelten.

Mounts Die Reitgelegenheiten reichen von fliegenden Welsen über Laufechsen bis hin zu futuristischen Motorrädern. Die Mounts gibt es sowohl als Drop, als auch als Crafting-Rezept wie auch gegen Geld im Aion-Store.

Balaurea Spieler können den Krieg gegen die Balaur, die Urfeinde beider menschlicher Rassen, nun in deren karge und lebensfeindliche Heimat tragen. Der Zugang erfolgt erst ab Level 50 über spezielle Luftschiffe.

Housing Spieler können sich nun in idyllischen Städtchen Appartements samt Balkon zulegen. Neben der entspannenden Aussicht gibt es dort eine erhöhte Regenerationsrate sowie zusätzlichen Stauraum.

Pets Die herzerwärmend niedlichen Tierchen können auch spezialisierte Aufgaben erfüllen. Während manche etwa vor PvP-Feinden warnen, dienen andere eher als Packesel. Im Gegenzug wollen sie viel Liebe.

Weiterhin besteht ein Großteil der Questmasse aus simplen, und zum Teil ermüdenden, »Sammle, töte, hol, bring«-Aufgaben. Abwechslungen, wie sie Konkurrenten wie World of WarCraft oder Herr der Ringe Online immer wieder mal einstreuen, bleiben Mangelware, von Quests in Story-MMOs der Marke The Secret World oder The Old Republic sogar ganz zu schweigen. Wen bei Online-Rollenspielen also primär der PvE-Teil, insbesondere solo, interessiert, der ist mit der Konkurrenz deutlich besser bedient. Das sehr spaßige Fliegen reißt dabei auch nicht mehr raus, zumal wir in der normalen Spielwelt sowieso nur in wenigen vorgegebenen Gegenden abheben dürfen.


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