Amazon - Wird von US-Behörde wegen mangelndem Jugendschutz bei In-App-Käufen verklagt

Nachdem Amazon eine außergerichtliche Einigung mit der US-Handelsbehörde ausgeschlagen hat, wird der Online-Händler nun wegen seinen Geschäftspraktiken verklagt. Konkret geht es um In-App-Käufe von Minderjährigen, die in Amazons App-Store zu leicht ohne Einverständnis ihrer Erziehungsberechtigten durchgeführt werden können.

von Stefan Köhler,
12.07.2014 11:49 Uhr

Amazons erstes eigenes Mobiltelefon - Fire Phone - wird eng mit dem eigenen Appstore verbunden sein. Der ist momentan Ziel der US-Handelsbehörde, die dem Konzern mangelnden Jugendschutz bei In-App-Käufen vorwirft und deshalb eine Klage vorbereitet.Amazons erstes eigenes Mobiltelefon - Fire Phone - wird eng mit dem eigenen Appstore verbunden sein. Der ist momentan Ziel der US-Handelsbehörde, die dem Konzern mangelnden Jugendschutz bei In-App-Käufen vorwirft und deshalb eine Klage vorbereitet.

Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) verklagt den Online-Händler Amazon wegen unlauteren Geschäftspraktiken in Bezug auf In-App-Käufen von Minderjährigen. Das berichtet die Webseite The Verge.

Konkret sei es für Kinder in Amazons Appstore deutlich zu einfach, In-App-Käufe abzuschließen. Im Falle von Minderjährigen, die nicht vollständig über die Konsequenzen im Klaren sind, sei dies nicht rechtens - so die FTC. Amazon soll daher mehrere Millionen Dollar an Eltern zurückzahlen, deren Konten ohne Einwilligung belastet wurden.

Der Klage ging ein Vorschlag für eine außergerichtliche Einigung voraus, der von Amazon aber bereits eine Woche zuvor abgelehnt wurde. So habe man mit Optionen wie einer Elternfreigabe und einem Echtzeit-Meldesystem bei In-App-Käufen Minderjähriger bereits genug für den Jugendschutz getan.

Die FTC führt dagegen an, dass bestimmte Apps nach der Eingabe des Passworts nicht sofort wieder danach fragen - und Eltern so einen ersten Kauf genehmigen würden, Kinder danach aber noch weitere In-App-Käufe ohne Einverständnis ihrer Eltern tätigen könnten. Bestimmte Apps verlangen dagegen erst gar nicht nach einer Passworteingabe für In-App-Käufe.

Anfang des Jahres 2014 war bereits Apple wegen einem ähnlichen Fall ins Visier der FTC gerückt. Apple entschloss sich aber für eine außergerichtliche Einigung und zahlte 32,5 Millionen US Dollar an 37.000 Kunden, deren Kinder ohne explizite Erlaubnis In-App-Käufe getätigt hatten. Zudem wurde eine Sperre für den App-Store eingerichtet, die bei Käufen die Erlaubnis des Erziehungsberechtigten fordert.

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