Amazons Lieferdrohne - Erkennt Position des Empfängers über dessen Smartphone

Die Pläne von Amazon zur Auslieferung von Produkten werden durch einen Patentantrag etwas klarer.

von Georg Wieselsberger,
09.05.2015 17:16 Uhr

Amazon Prime Air - Lieferung per Drohnen werden immer wahrscheinlicher.Amazon Prime Air - Lieferung per Drohnen werden immer wahrscheinlicher.

Als Amazon mit »Prime Air« einen Lieferdienst per Drohne angekündigt hatte, glaubten viele an einen Scherz – allerdings nur so lange, bis Amazon-Chef Jeff Bezos diese Pläne bestätigt hatte und plötzlich auch Logistikunternehmen wie DHL ähnliche Ideen verfolgten. Noch hat Amazon zwar Probleme, was die Genehmigung von Lieferdrohnen angeht und selbst Tests waren noch mit speziellen Erlaubnissen durch die Luftaufsichtsbehörde FAA der USA verbunden. Das hindert Amazon aber nicht daran, seine Pläne für einen Drohnen-Lieferdienst auszubauen und sicherheitshalber auch gleich Patentanträge für entsprechende Ideen einzureichen.

Das US-Patentamt USPTO hat den Antrag vor einigen Tagen veröffentlicht, der einige der Möglichkeiten beschreibt, die Amazon mit seinen Lieferdrohnen nutzen möchte. Die Drohnen sollen sich beispielsweise untereinander über das aktuelle Wetter oder die Verkehrslage informieren und ihre Flugroute in Echtzeit entsprechend anpassen können. Mit vielen Sensoren, Radar, Sonar, Kameras und Infrarot sollen die Drohnen in der Lage sein, während des Flugs Hindernisse wie Tiere oder Menschen zu erkennen, diesen auszuweichen und eine sichere Landezone zu finden. Amazon plant laut dem Antrag auch, verschiedene Arten von Drohnen einzusetzen, die für das Gewicht und die Form der jeweiligen Fracht besonders geeignet sind.

Die Empfänger können zwischen verschiedenen Orten der Anlieferung wählen, vom eigenen Zuhause über den Arbeitsplatz bis hin zu einem eigenen Boot. Die Drohnen sollen auch in der Lage sein, die Position des Empfängers über dessen Smartphone zu erkennen. Auch wenn dies alles noch immer wie Zukunftsmusik klingt, so hat die FAA inzwischen die Regeln deutlich gelockert. Sogar CNN darf inzwischen Drohnen mit Kameras testen, die für die Nachrichtenübertragung aus städtischen Gebieten gedacht sind.

Quelle: USPTO


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