AMD Financial Analyst Day - Tablet-CPUs, »Sea Islands«-GPUs und HSA-Baukasten-Chips

AMD hat auf dem Financial Analyst Day seine neue Geschäftsstrategie erklärt und dabei auch Roadmaps mit kommenden Produkten vorgeführt.

von Georg Wieselsberger,
03.02.2012 09:59 Uhr

Der neue AMD-Chef Rory Read präsentierte zusammen mit seinem Team die neue Strategie des Unternehmens, bei der sich AMD vor allem darauf konzentrieren will, das Vertrauen der Kunden nicht zu enttäuschen.

Das Ziel sei es nicht mehr, die Grenzen der Technik auszuloten und dann durch Probleme eventuell Vertrauen zu verlieren, sondern die tatsächlichen Stärken auszuspielen, damit Vertrauen bei Kunden zu gewinnen und sich in Entwicklungsländern und in China neue Märkte zu erschließen.

AMD wird sich mehr als bisher auf den Markt für energie-effiziente Prozessoren, auch für mobile Geräte wie Tablets, konzentrieren, sich aber dabei nicht auf den wenig gewinnversprechenden Smartphone-Markt wagen. Im PC-Bereich will AMD Grafikchips und Prozessoren noch mehr verschmelzen. Für das Jahr 2013 verspricht AMD eine ganze Produktpalette von Chips, die alle mit 28-Nanometer-Strukturen hergestellt werden.

Darunter die neue »Kaveri«-APU, die neue, leistungsfähigere CPU-Kerne mit den Grafikkernen einer Radeon HD 7970 oder Radeon HD 7950 verbindet. Letztere werden 2013 aber bereits durch neue Grafikchips mit dem Codenamen »Sea Islands« abgelöst, die wieder eine neue Architektur mit Verbesserungen in den Bereichen Grafik und Berechnungen darstellt. Die Desktop-Prozessoren der FX-Serie werden im Laufe des Jahres 2012 ein Update durch die 2. Generation »Vishera« mit verbesserten Piledriver-Kernen erhalten. Dabei scheint es noch keine genaueren Pläne für noch schnellere CPUs im Jahr 2013 zu geben, da auch hier nur »Vishera« aufgeführt wird. Überhaupt will AMD mit Intel wohl nicht mehr im High-End-CPU-Markt, sondern in den darunter liegenden Marktsegmenten, Servern und den damit zusammenhängenden Cloud-Diensten konkurrieren.

Der neue Standard »Heterogeneous System Architecture« (HSA) soll das bisherige Fusion-Konzept ausbauen und ersetzen. HSA wird es laut AMD ermöglichen, Komponenten auf einem Chip über festgelegte Schnittstellen zu verbinden. Auf diese Weise wären dann beispielsweise auch eine Kombination aus ARM-CPU-Kernen und einem AMD-Grafikchip möglich, aber auch bisher undenkbare Verbindungen wie eine Intel-CPU mit AMD-GPU oder gar eine AMD-CPU mit Nvidia-Grafikchip – sofern diese Unternehmen sich HSA anschließen. AMD will aber auch versuchen, die Konkurrenz mit in das HSA-Boot zu holen.

Wie Reuters meldet, haben die Präsentation und auch der anscheinend sehr motivierend auftretende CEO Rory Read Analysten beeindruckt, die ihre Erwartungen für die AMD-Aktie etwas nach oben schraubten.

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