AMD Freesync - AMD dementiert Gerüchte zur Leistung

AMD hat Gerüche über eine angeblich notwendige »Vorhersage« von Frameraten und einer schlechteren Leistung dementiert.

von Georg Wieselsberger,
21.01.2015 12:42 Uhr

Freesync kann die Refresh-Rate des Display direkt und ohne Vorhersage steuern, so AMD.Freesync kann die Refresh-Rate des Display direkt und ohne Vorhersage steuern, so AMD.

Nachdem aus Entwicklerkreisen Behauptungen aufkamen, dass der AMD-Grafikkartentreiber bei der Verwendung von Freesync die tatsächliche Bildrate beziehungsweise die VBLANK-Intervalle »vorhersagen« müsse und es dabei weiterhin zu Rucklern oder Tearing kommen könne, hat AMD diese Frage nun in seine offiziellen FAQ zu Freesync aufgenommen. Laut AMD können die mit Freesync kompatiblen Radeon-Grafikkarten aus der Generation rund um die Radeon R9 290 die Timings des Monitors direkt steuern.

Beim Anschluss an einen Freesync-kompatiblen Monitors teilt dieser der Grafikkarte seine minimalen und maximalen Intervalle zwischen einzelnen Bildern über die DisplayPort-Funktion Adaptive Sync mit. Danach sorgt der Treiber »auf intelligente Weise« dafür dass Bilder nur innerhalb dieser Intervalle an den Bildschirm geschickt werden. »Vorhersagen oder spekulatives Timing ist bei diesem Modell nicht notwendig und die GPU wird die Refresh-Rate des Displays der aktuellen Frame-Rate anpassen«, so AMD. Sollte ein Frame außerhalb der vom Monitor unterstützten VBLANK-Periode erstellt werden, so wird es laut AMD bei dem nächsten möglichen Update des Displays dargestellt, um so die schnellstmögliche Wiederhabe zu erreichen. In diesem Fall scheint AMD also eine Art V-Sync zu verwenden, um innerhalb der Möglichkeiten des Displays zu bleiben.

Letztlich wird wohl nur die Praxis zeigen, ob und wie sich die beiden Techniken zur dynamischen Steuerung der Bildraten Freesync von AMD und G-Sync von Nvidia bei der Leistung unterscheiden. Während G-Sync von Nvidia ein zusätzliches Hardwaremodul im Monitor benötigt, setzt Freesync nur auf einen neuen Scaler-Chip, den jedes Panel ohnehin benötigt. Lediglich die Unterstützung des VESA-Standards Adaptive Sync ist hier notwendig. Damit sollten Freesync-Monitore im Handel einen wesentlich geringeren Aufpreis als vergleichbare G-Sync-TFTs haben. Leider scheint Nvidia aber nicht daran interessiert, Adaptive Sync ebenfalls zu unterstützen, obwohl dafür keine Gebühren anfallen. AMD hat sich die Unterstützung von Herstellern wie Samsung, BenQ, LG, Nixeus und Viewsonic gesichert, die ungefähr ab März erste Freesync-Monitore in den Handel bringen werden.


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