AMD Fusion - Streit um Namensrechte mit Arctic, AMD tauft Fusion um

Der bekannte Netzteil- und Kühlerhersteller Arctic aus der Schweiz möchte verhindern, dass AMD-Produkte unter der Bezeichnung »Fusion« verkauft werden.

von Georg Wieselsberger,
23.01.2012 12:14 Uhr

Arctic verwendet die Bezeichnung »Fusion« aufgrund eines Lizenzabkommens mit der Boot Up International Ltd., die seit dem 13. Januar 2006 die Markenrechte daran besitzt. Da Arctic die Marke für seine Netzteile verwendet, ist das Unternehmen der Ansicht, dass Produkte mit AMD-Prozessoren, die ebenfalls unter »Fusion« beworben werden, gegen die eigenen Rechte verstoßen.

Das Kuriose dabei: AMD selbst verwendet den Begriff bei keinem einzigen Produkt, nutzt ihn allerdings seit Jahren in Slogans, die die Verschmelzung von Prozessor und Grafikchip bewerben oder bei der Beschreibung der technischen Architektur. Daher sind einige Hersteller dazu übergegangen, ihre eigenen Produkte mit entsprechenden AMD-Komponenten wie dem AMD A8 3850 mit »Fusion« zu bewerben oder zu bezeichnen.

Nachdem AMD nach einer Abmahnung nur eine Lizenzgebühr angeboten habe, die unter den bereits angelaufenen Anwaltskosten von Arctic gelegen haben soll, hat Arctic nun selbst 18 Unternehmen angeschrieben und den Vertrieb entsprechender Produkte gefordert. Dabei handelt es sich zwar nicht um eine Abmahnung, das Schreiben wurde aber laut Heise von vielen Händlern genauso aufgefasst. Laut Arctic geht es jedoch nur darum, herauszufinden, wie die Produkte in die EU gelangen und den Import der kritisierten Produkte an der Quelle zu stoppen.

Interessanterweise hat AMD am 18. Januar bekanntgegeben, dass man die »Fusion System Architecture« (FSA), also die Technik zur Verbindung von CPU und GPU, in Zukunft »Heterogeneous Systems Architecture« (HSA) nennen wird. Den Grund dafür nennt AMD in dem Blogbeitrag allerdings nicht


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