AMD Greenland - Gerüchte zu Grafikkarten mit bis zu 32 GByte VRAM

Die nächste Grafikkarten-Generation von AMD könnte laut Gerüchten mit bis zu 32 GByte HBM2 ausgestattet sein.

von Georg Wieselsberger,
22.08.2015 12:03 Uhr

AMD und Nvidia werden bei der neuen Grafikkarten-Generation auf HBM2 setzen.AMD und Nvidia werden bei der neuen Grafikkarten-Generation auf HBM2 setzen.

Die nächste große Grafikchip-Generation von AMD trägt den Codenamen »Greenland« und wird vermutlich beim Auftragshersteller Globalfoundries mit dessen 14-Nanomenter-FinFET-Prozess hergestellt. Dadurch steigt die Dichte der Schaltungen im Chip im Vergleich zum aktuellen 28-Nanometer-Verfahren enorm an. Außerdem wird Greenland laut inoffiziellen Informationen nicht einfach nur eine Fortsetzung der bisherigen »Graphics Core Next«-Technik (GCN) sein, sondern ganz neue Befehlssätze (Instruction Set Architecture) verstehen, die sich stark von GCN unterscheiden sollen.

Neben diesen erweiterten Fähigkeiten einer neuen Architektur und der höheren Energieeffizienz, die alleine schon der Wechsel der Herstellungsprozesses mit sich bringt, wird aber auch der Grafikspeicher der neuen Grafikkarten eine Verbesserung mit sich bringen. Greenland soll »High Bandwidth Memory 2« verwenden, das nicht mehr auf 4 GByte beschränkt ist. So sollen Grafikkarten mit bis zu 32 GByte HBM2 möglich werden, auch wenn sich diese hohe Speicherkapazität vermutlich anfangs auf professionelle Workstation-Modelle beschränken dürfte. Trotzdem sind laut Gerüchten auch für den Spiele-Markt gedachte Modelle mit 8 bis 16 GByte HBM2 geplant. Die Speicherbandbreite beträgt dabei 1 TByte pro Sekunde.

Bis Greenland zu einem echten Produkt wird, dürfte auch HBM2 im Gegensatz zum aktuellen HBM keine Seltenheit mehr sein. Der Elektronikriese Samsung hat auf dem Intel Developer Forum angekündigt, im Jahr 2016 mit der Produktion von High Bandwidth Memory zu beginnen und wird dabei die erste Generation des Speichers gleich überspringen. Samsung erwartet laut eigenen Angaben sogar Grafikkarten mit 48 GByte HBM2, einem 6.144 Bit breiten Speicherinterface und Datenübertragungsraten von bis zu 1,5 TByte pro Sekunde. Auch Nvidia wird HBM2 bei seiner nächsten GPU-Generation »Pascal« einsetzen, die wohl bei TSMC in dessen 16-Nanometer-FinFET-Verfahren produziert wird. Welcher der beiden Auftragshersteller hier einen Vorteil bietet, lässt sich rein aus der Angabe der Nanometer nicht schließen. Das Duell Greenland gegen Pascal dürfte aber interessant werden.

Quelle: Tweaktown, Computerbase

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