AMD HD 7000 OEM - Alte Bekannte mit neuen Namen

Gleich fünf ältere HD5000/6000-Modelle veröffentlicht AMD unter neuer Flagge erneut. Vorgesehen sind die nur auf den ersten Blick neuen HD-7000-Karten für den OEM-Markt.

von Dennis Ziesecke,
04.01.2012 15:32 Uhr

Alte Bekannte: AMD Radeon HD 6670 und 6650 heißen nun 7670 und 7650Alte Bekannte: AMD Radeon HD 6670 und 6650 heißen nun 7670 und 7650

Wie schon seit einiger Zeit (zumindest inoffiziell) bekannt ist, wird AMD auch bei der HD7000-Serie nicht alle Karten mit neu entwickelten GPUs bestücken. Vor allem für das Lowend- und Midrange-Segment sollen weiter produzierte ältere Modelle eingesetzt werden. Graphics Core Next, so der Name der neuen GPU-Architektur, wird voraussichtlich nur in Karten der Reihen HD 7700, HD 7800 und HD 7900 eingesetzt werden.

Zumindest für OEM-Hersteller wird AMD die älteren GPUs allerdings auch mit neuen, moderner klingenden, Namen versehen. Diese Karten sind für den Einsatz in Komplettrechnern vorgesehen, hier zählt oft nicht die tatsächliche Leistung sondern nur der werbewirksam einsetzbare Name und ein geringer Preis. Und tatsächlich: Etwas versteckt findet sich auf der AMD-Homepage der Hinweis auf gleich fünf "neue" Radeon HD 7000 für den OEM-Einsatz. Zum Einsatz kommt hier die mittlerweile etwas angegraute VLIW5-Architektur. AMD erhöht für die "neuen" Grafikkarte nicht einmal die Taktraten sondern ändert nur einen Zähler im Produktnamen.

So wird aus einer Radeon HD 6670 eine vermeindlich moderne Radeon HD 7670 und aus einer Radeon HD 6570 eine Radeon HD 7570. Die Radeon HD 6450 in der Variante mit 750 MHz GPU-Takt wird zur Radeon HD 7470, die langsamere Version mit 625 MHz nennt sich nun Radeon HD 7450. Das Schlusslicht bildet die Radeon HD 7350 mit älterem HD5400-Cedar-Kern und nur 16 5D-Shadereinheiten sowie noch unbestimmten Taktraten. Für Spieler sind diese Karten nicht oder nur sehr eingeschränkt empfehlenswert. Einzig die nicht ganz neuen HD 7670 und HD 7650 eignen sich dank 128 Bit breitem Speicherinterface, einer halbwegs ausreichenden Menge an Shadereinheiten (96 5D-Shader) und dem zumindest optionalen Einsatz von GDDR5-Speicher für grafisch weniger anspruchsvolle Titel. Vorsicht ist dennoch geboten: AMD lässt ausdrücklich auch den nur halb so schnellen GDDR3-Speicher zu - und viele Hersteller machen erfahrungsgemäß gerne Gebrauch von dieser Einsparmaßnahme. Hinweise darauf finden sich in den oft blumigen Beschreibungen der entsprechend bestückten PCs nur sehr selten.

Zwar sollten diese HD-7000-Karten nur in Komplettrechnern verbaut auf dem Markt erscheinen, dennoch werden sich auch bei diesen OEM-Versionen eine Modelle im Einzelhandel oder bei eBay finden. Käufer einer neuen Grafikkarte sollten daher aufpassen, dass ihnen nicht ein älteres Modell mit neuem Namen angeboten wird. Noch ist es unklar, ob AMD dieses "Rebranding" auch bei den Retail-Karten beibehalten wird, bisher kennzeichnet AMD die Karten als "OEM-only".


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