AMD Mantle für alle - Einfacher und schneller, laut DICE nicht an AMD gebunden (Update)

Auf der Entwicklerkonferenz APU13 hat AMD weitere Informationen zur Grafikschnittstelle Mantle bekanntgegeben.

von Georg Wieselsberger,
14.11.2013 08:32 Uhr

AMD Mantle funklioniert mit allen Radeon-Grafikkarten mit Graphics-Core-Next-Technik.AMD Mantle funklioniert mit allen Radeon-Grafikkarten mit Graphics-Core-Next-Technik.

Die neue Grafikschnittstelle Mantle, die alle ab der Radeon 7700-Serie oder neuer mit GCN-Grafikchip unterstützt, soll laut AMD nicht nur etwas, sondern deutlich schneller sein als andere APIs wie beispielsweise DirectX. Der Grund dafür ist nicht nur der direkte Zugriff auf die Hardware der GPU.

Mantle sorgt auch dafür, dass wesentlich mehr Objekte auf dem Bildschirm dargestellt werden können, bevor die CPU limitiert. Statt wie bisher 3.000 bis maximal 10.000 »Draw Calls« sollen mit Mantle bis zu 100.000 möglich werden. Im Gegensatz zu anderen Schnittstellen, die die Ressourcen in viele verschiedene Bereiche einteilen, etwa unterschiedliche Buffer, kennt Mantle nur zwei Bereiche: Memory und Images. Spiele-Entwickler, die Mantle verwenden, erhalten auch mehr Kontrolle über den Speicher des Systems und der Grafikkarte.

Damit verbunden sind weitere Vorteile wie kürzere Ladezeiten und auch mehr Leistung bei Crossfire mit mehreren GPUs oder Grafikkarten in AMDs Prozessoren. Was sich das in der Praxis tatsächlich auswirkt, werden aber erst Spiele wie Battlefield 4 zeigen, das als erstes Spiel mit und ohne Mantle funktionieren wird. Auf der APU13 soll es auch noch mehr Informationen zum entsprechenden Update von DICE geben.

Update: Johan Andersson von DICE hat auf seinem Vortrag gestern zwar erneut nicht verraten, wie schnell Mantle in Battlefield 4 im Vergleich zu DirectX ist, dafür aber viele Vorteile für Entwickler genannt. Mantle ermöglicht Programmen den Zugriff auf viele Funktionen, die bisher der Treiber oder andere APIs wie DirectX oder OpenGL als eine Art »Schwarze Box« übernahmen.

Durch die neuen Funktionen erhalten die Entwickler aber nicht nur mehr Kontrolle, sondern auch viel mehr Verantwortung für ihre Software. Daher sei Mantle auch nicht für jedes Programm oder jeden Entwickler notwendig und DirectX oder OpenGL hätten auch weiterhin ihre Berechtigung. Andersson wies ausdrücklich darauf hin, dass Mantle zwar aktuell nur mit AMD-Grafikhardware mit GCN-Technik läuft, aber keinesfalls mit diesem Ziel erschaffen wurde.

Tatsächlich lässt sich Mantle auch auf die Grafikhardware anderere Anbieter erweitern und DICE würde sich sogar wünschen, dass das passiert. Andersson spielte somit den Ball direkt in das Lager von Nvidia, aber auch in das von Anbietern mobiler Chips mit ARM-CPU und Grafikkern. Das Mantle-Update zu Battlefield 4 soll es nach wie vor erst im Dezember geben, vermutlich erst gegen Ende des Monats. 15 Spiele insgesamt werden über die Frostbite-Engine bisher ebenfalls Mantle unterstützen.


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