AMD - Microsoft kauft massenhaft Epyc-CPUs für hauseigene Datenserver

Als erster Großkunde plant Microsoft den Kauf großer Mengen von AMDs Epyc-Prozessoren für die neuen Lv2-Azure-Instanzen der hauseigenen Datenserver.

von Sara Petzold,
06.12.2017 17:12 Uhr

AMDs Epyc 7551 CPUs kommen künftig im großen Stil bei Microsoft zum Einsatz.AMDs Epyc 7551 CPUs kommen künftig im großen Stil bei Microsoft zum Einsatz.

AMD hat kürzlich einen ersten Schritt in Richtung eines bedeutsamen Marktanteils im Bereich Server-Infrastruktur getan: Wie Winfuture mit Bezugnahme auf TheRegister berichtet, konnte der Hersteller mit Microsoft einen ersten Großkunden an Land ziehen, der von AMDs EPYC-CPU Gebrauch machen will.

EPYC 7551 soll Lv2-Azure-Instanz antreiben

Laut Aussage seitens AMDs plant Microsoft derzeit, den EPYC 7551, der über 32 Kerne mit 2,0 GHz Standard-Taktrate verfügt, in Servern einzusetzen, die die neue Lv2-Azure-Instanz nutzen. Diese Server fungieren unter anderem als Datenspeicher und Cloud-Systeme. Außerdem beheimaten sie das Cluster-Computing-Framework Apache Spark.

Allerdings wird Microsoft nicht ausschließlich auf AMD-Prozessoren setzen. Die Firma plant, die EPYC-CPUs im Rahmen ihres Open Compute Serverdesigns Olympus zu verwenden, das gleichzeitig auch mit Intel-Prozessoren (Xeon-CPUs mit FPGA) operiert und das Microsoft aktuell für Fv2-Instanzen nutzt. Letztere beheimaten die cloudbasierten virtuellen Maschinen der IT-Firma.

Wie sehr AMD die Aquirierung von Microsoft als Großkunden für Server-CPUs dabei helfen kann, ihre einstige Macht am Servermarkt wiederherzustellen, muss die Zeit zeigen. Laut TheRegister hat AMD allerdings bereits die Bekanntgabe weiterer potentieller Großkunden in naher Zukunft verkündet. Demensprechend erklärte CEO John Hampton, AMD strebe danach, wieder 25 Prozent Marktanteil zu erreichen.


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