AMD-Prozessoren - Neue »Steamroller«-CPUs wegen Produktionsproblemen verschoben?

Die vor einigen Tagen aufgekommenen Gerüchte über eine Einstellung der weiteren Entwicklung von FX-Prozessoren bei AMD waren vermutlich eines Fehlinterpretation eines ganz anderen Problems.

von Georg Wieselsberger,
24.11.2012 17:36 Uhr

Die Nachfolger der aktuellen FX-Prozessoren wie dem AMD FX 8350 mit einer stark überarbeiteten CPU-Architektur namens »Steamroller« sind entgegen den Behauptungen der Webseite SemiAccurate nicht eingestellt, wie AMD auch umgehend erklärte. Totzdem wurde laut aktuellen Roadmaps Steamroller in das Jahr 2014 verschoben, was auch die Nachfolger der neuen APUs wie dem A10 5800K betrifft, die diese CPU-Kerne verwenden sollten.

Stattdessen ist nun mit »Richland« ein nur im Grafikkern verbesserter Prozessor mit gleucher CPU-Technik geplant. Laut PC Watch liegen diese Verschiebungen daran, dass ein Test der für Steamroller notwendigen 28-Nanometer-Produktion beim Auftragshersteller Globalfoundries Probleme aufzeigte. AMD habe darum den Exklusiv-Vertrag mit Globalfoundries aufgehoben und sicherheitshalber alle Steamroller-Produkte verschoben. Dies scheint auch der Ursprung der Gerüchte über eine komplette Einstellung zu sein.

Die Ersatz-APU Richland soll weiterhin im aktuellen 32-Nanometer-Verfahren produziert werden. Immerhin macht das Unternehmen im Prozessorenbereich den Großteil seines Umsatzes mit den CPUs mit leistungsfähigem Grafikkern. Für AMD bedeutet dies allerdings auch, dass ein weiteres Jahr verloren geht, in dem Intel seinen Vorsprung im Bereich CPU-Leistung ausbauen kann.


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