AMD-Prozessoren - Neue x86-CPU-Architektur heißt »Zen«

AMD-Chef Rory Read hat zugegeben, dass die aktuelle Prozessor-Architektur nicht die Erwartungen erfüllt hat - der Nachfolger heißt »Zen«.

von Georg Wieselsberger,
13.09.2014 10:11 Uhr

AMD wird 2016 seine neuen Prozessor-Architekturen vorstellen.AMD wird 2016 seine neuen Prozessor-Architekturen vorstellen.

Auf der Technology Conference der Deutschen Bank am 9. September 2014 hat AMD-CEO Rory Read viele Fragen von Investoren und Analysten beantwortet und dabei auch über das Prozessorengeschäft und die Pläne des Unternehmens gesprochen. Dabei deutete er an, dass AMD neben den beiden Spielekonsolen Playstation 4 und Xbox One einen weiteren wichtigen Kunden für seine speziell angefertigten »Semi-Custom«-Chips gewinnen konnte. Der Name des Kunden wird aber auf dessen Wunsch geheim gehalten, damit die Branche erst davon erfährt, wenn das Produkt vorgestellt wird.

Auf frühere Erfolge in der CPU-Branche angesprochen, erklärte Read, dass es eben nicht ausreiche, gelegentlich sehr große Erfolge zu feiern, aber dann in sechs von acht Jahren Verluste zu machen. Auch die Bulldozer-Technik, auf der die aktuellen Prozessoren wie der FX-8350 noch basieren, sei nicht so bahnbrechend gewesen wie erhofft - und jeder wisse das. Nun müsse man damit vier Jahre lang leben, allerdings arbeite man bereits an der ARM-Architektur K12 und an der neuen x86-Architektur »Zen«. Dafür habe man Jim Keller zurückgeholt, aber auch Raja Koduri von Apple, Mark Papermaster und Lisa Su. AMD habe immer dann Geld verdient, wenn man gute Technik anbieten konnte. Darum arbeite das Team nun an Grafikchips und Prozessoren der nächsten Generation.

Die neue Effizienz und das inzwischen breitere Portfolio von AMD soll das Auf und Ab der Vergangenheit beenden. Man befinde sich nun in der Mitte der Übergangsphase, die wohl noch zwei Jahre dauern werde. Das Ziel sei es, mit »Jim, Raja, Mark, Lisa« und anderen die Technologien der nächsten Generation zu entwickeln und AMD in ein anderes Unternehmen umzuwandeln. Rory Read geht davon aus, dass Chips mit Strukturen in 28 Nanometern noch drei bis vier Jahre dominieren werden. AMD werde aber auf neuere Herstellungstechniken umsteigen, sobald das wirtschaftlich durch eine gute Ausbeute Sinn mache. Die neuen Prozessoren sollen 2016 erscheinen.

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