AMD Ryzen - AMD-Blogbeitrag dementiert Windows-Gerüchte

AMD hat in einem Blogbeitrag zu den vielen Spekulationen über Probleme mit Windows 10 und Spielen Stellung bezogen und dabei so gut wie alle Gerüchte dementiert.

von Georg Wieselsberger,
14.03.2017 07:11 Uhr

Windows 10 hat laut AMD keine Probleme mit den neuen Ryzen-Prozessoren, einzelne Software hingegen schon.Windows 10 hat laut AMD keine Probleme mit den neuen Ryzen-Prozessoren, einzelne Software hingegen schon.

AMD hat in einem Community-Update im offiziellen Gaming-Blog des Unternehmens die letzten beiden Wochen seit dem Start der neuen Ryzen-Prozessoren zusammengefasst und dabei auch auf die vielen Spekulationen reagiert. Die Reaktionen auf die neuen CPUs seien großartig gewesen, aber im Web würden noch viele offene Fragen diskutiert.

AMD habe die Berichte über eine falsche Verteilung von Threads in Windows 10 geprüft und geht aktuell nicht davon aus, dass es hier ein Problem gibt. Viele Berichte würden auf Logdateien basieren, die eine veraltete Version des Tools Coreinfo nutzen. Erst ab Version 3.31 würden hier mit Ryzen korrekte Details angezeigt.

Update für Windows 10 wird wohl nichts ändern

Die Unterschiede zwischen Windows 7 und Windows 10 bei einer Ryzen-CPU liegen laut AMD nicht an dem Windows-Scheduler, sondern an der Architektur der beiden Betriebssysteme. Damit scheint ein Update für Windows 10, das die Leistung von Ryzen in Spielen deutlich erhöht, wohl unwahrscheinlich.

Viele Programme würden die neue Zen-Architektur der Prozessoren gut ausnutzen, andere benötigten dafür noch Optimierungen. AMD bedankt sich in diesem Zusammenhang auch für die vielen Berichte, denn manchmal reichen schon kleine Code-Änderungen für Leistungsverbesserungen. AMD empfiehlt unter Windows 10 den Energiesparplan »Höchstleistung«, da hier keine CPU-Kerne komplett deaktiviert werden und die Taktraten schneller geändert werden können.

AMD willl über Updates für Spiele informieren

Bei Spielen hat AMD Berichte untersucht, bei denen Simultaneous Multi-threading (SMT) - meist als Hyper-Threading bezeichnet - für geringere Leistung sorgt. Eigentlich sollte SMT laut AMD keine oder positive Auswirkungen haben und das sei bei vielen Spielen bereits der Fall.

Bei den anderen sieht AMD viele Möglichkeiten, durch kleine Änderungen ein Spiel für den Aufbau von Zen zu optimieren und will darüber auch mit Status-Updates informieren, sobald solche Änderungen verfügbar sind. AMD will in Zukunft im Blog regelmäßig über Verbesserungen informieren und Fragen zu Ryzen beantworten.

Quelle: AMD

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