AMD Ryzen - CPU-Kerne 10 Prozent kleiner als Intels Skylake

Auf der International Solid State Circuits Conference (ISSCC) hat AMD einen Vortrag gehalten und über die Zen-Architektur der neuen Ryzen-Prozessoren gesprochen. Die CPU benötigt 10 Prozent weniger Fläche als Intels Skylake-Prozessoren.

von Georg Wieselsberger,
08.02.2017 13:37 Uhr

AMD Ryzen hat CPU-Kerne, die kleiner sind als die aktuellen Kerne von Intel.AMD Ryzen hat CPU-Kerne, die kleiner sind als die aktuellen Kerne von Intel.

AMD war viele Jahre lang mindestens einen Schritt hinter Intel, was die Produktionsverfahren von Prozessoren mit immer kleineren Strukturen betrifft. Auf der International Solid State Circuits Conference (ISSCC) hat AMD nun Dokumente zu seiner neuen Zen-Architektur veröffentlicht.

Ein Zen-CPU-Kern benötigt demnach rund 10 Prozent weniger Fläche als ein aktueller CPU-Kern von Intel, obwohl beide im 14-Nanometer-Verfahren hergestellt werden. AMD benötigt 44 Quadratmillimeter, bei Intel sind es 49 Quadratmillimeter.

AMDs Zen mit mehr L2-Cache

Dabei spendiert AMD seinem CPU-Kern sogar 512 KByte L2-Cache, während es bei Intel 256 KByte sind. Der L3-Cache ist mit 8 MByte bei beiden Prozessoren gleich groß. Der Vergleich scheint sich zwar auf Skylake zu beziehen, doch auch die neuen Kaby-Lake-Prozessoren von Intel verwenden eine fast identische Technik für die CPU-Kerne.

AMD Zen-Intel-Vergleich (Bildquelle: ISSCC)AMD Zen-Intel-Vergleich (Bildquelle: ISSCC)

Laut der Meldung von EETimes waren auf der Konferenz während der AMD-Vortrages auch Analysten und Intel-Entwickler anwesend, laut deren Aussage der Zen-CPU-Kern von AMD eindeutig konkurrenzfähig zu denen von Intel ist.

Kostenvorteil für AMD nicht sicher

Allerdings haben beide Unternehmen auch ihre Geheimnisse, was das Innenleben der Prozessoren betrifft, sodass noch nicht klar ist, ob AMD durch die geringere Fläche der CPU-Kerne bei der Produktion einen Kostenvorteil hat oder nicht.

Laut den Unterlagen haben die Entwickler mehr als ein Jahr lang jede Woche die Zen-Kerne und die besonders aktiven Regionen der Prozessoren getestet, um die Spannungen und Kondensatoren zu optimieren. AMD hatte auch immer wieder betont, dass die neuen Ryzen-Prozessoren viele Energieeffizienz-Verbesserungen mit sich bringen.

Quelle: EETimes


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