AMD Ryzen - Was bedeutet das mysteriöse X der Modellbezeichnung?

Die neuen Ryzen-Prozessoren werden laut den bisherigen und noch unbestätigten Informationen in zwei unterschiedlichen Versionen in den Handel kommen, die sich auch durch ein X am Ende der Modelnummer unterscheiden. Über die Bedeutung des X wird im Web viel spekuliert.

von Georg Wieselsberger,
11.02.2017 11:38 Uhr

AMDs Ryzen wird vermutlich Ende Februar oder Anfang März 2017 veröffentlicht.AMDs Ryzen wird vermutlich Ende Februar oder Anfang März 2017 veröffentlicht.

AMD hatte grundsätzlich versprochen, dass die Ryzen-Prozessoren alle mit einem freien Multiplikator ausgestattet sein sollen. Demnach könnte der Unterschied zwischen einem AMD Ryzen R7 1700X und R7 1700 also nicht ein fehlender freier Multiplikator sein. Doch was steckt dann hinter dem X?

Kaum Unterschiede zwischen Ryzen R7 1700 und 1700X

Laut den bisherigen Informationen unterscheiden sich die beiden Prozessoren ansonsten nur durch 100 MHz mehr Boost-Takt für den Ryzen R7 1700X auf 3,8 GHz, obwohl die X-Version angeblich mehr als 20 Prozent teurer sein soll. Außerdem listen manche Händler den Ryzen R7 1700 mit nur 65 Watt TDP, was ebenfalls einige Verwirrung auslöst, da es sich dabei immerhin um eine CPU mit acht Kernen und Hyper-Threading handeln soll. Daher wird im Web viel über den Unterschied zwischen den Modellen spekuliert.

X könnte für XFR stehen

Eine interessante Theorie ist, dass das X für das Ryzen-Feature »eXtended Frequency Range« (XFR) steht. XFR passt den Takt der CPU im Rahmen der möglichen Temperaturen und damit abhängig von der vorhandenen Kühlung an und sorgt so für eine automatische Übertaktung. AMD-CEO Lisa Su hatte sogar ausdrücklich betont, dass es sich um ein Feature für die »Enthusiasten unter den Gamern« handelt. In deren Rechnern sind auch meistens leistungsfähige Kühlsysteme vorhanden.

Es wäre also möglich, dass die Modelle ohne X das XFR-Feature nicht bieten und damit auch die TDP der Prozessoren niedriger ist, weil keine Taktanhebung erfolgt. Eventuell könne AMD so auch CPUs verwenden, bei denen XFR nach der Produktion nicht korrekt funktioniert. Trotzdem bleibt die Frage, wie AMD bei einem Achtkerner, der auch noch Hyper-Threading unterstützt, eine TDP von 65 Watt erreichen könnte. Das würde eine deutlich höhere Energieeffizienz andeuten, als sie selbst Intel aktuell erreicht.

Quelle: Techpowerup


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