AMD Shanghai - Erste CPU mit 45-nm-Quad-Core im Test

AMD stellt seine neue Opteron-Generation „Shanghai“ mit 45-nm-Technologie vor. Höhere Taktfrequenzen, schnellerer Speicher und 6 MByte L3-Cache sollen die Performance und Energieeffizienz deutlich verbessern. Die Ergebnisse überraschen.

von tec tec,
13.11.2008 17:58 Uhr

AMD stellt seine neue Opteron-Generation „Shanghai“ mit 45-nm-Technologie vor. Höhere Taktfrequenzen, schnellerer Speicher und 6 MByte L3-Cache sollen die Performance und Energieeffizienz deutlich verbessern. Die Ergebnisse überraschen.

Im September 2007 stellte AMD mit dem Opteron „Barcelona“ seinen ersten Quad-Core-Prozessor vor. Allerdings war der Start nicht nur überfällig, sondern auch sehr holprig, denn die Prozessoren mit K10-Architektur waren fehlerhaft durch ihren TLB-Bug. Es folgte ein für AMD schmerzlicher Lieferstopp im Dezember 2007. Erst im April 2008 war mit dem nachgeschobenen B3-Stepping das Problem gelöst.
Viel Konkurrenz gab es bei den beliebten Servern mit zwei Sockeln für Intels Xeon-Prozessoren trotzdem nicht. Die 45-nm-Xeons liegen in der Performance und Energieeffizienz gegenüber den 65-nm-Barcelonas überwiegend vorne. Und zum Jahreswechsel 2008/2009 soll bereits die nächste Xeon-Generation mit Nehalem-Architektur auf den Markt kommen.

Es war also höchste Zeit für AMD, die nächste Opteron-Generation mit Code-Namen „Shanghai“ vorzustellen. Bei den neuen Server-Prozessoren mit vier Kernen schwenkt AMD erstmals auf die 45-nm-Technologie um. Damit soll nicht nur die Energieeffizienz deutlich steigen, auch die Taktfrequenzen gehen endlich nach oben, wie unsere Schwesterpublikation TecChannel berichtet.

So arbeitet neue Topmodell Opteron 2384 mit 2,7 GHz Taktfrequenz. Viel wichtiger ist jedoch die von AMD maximal spezifizierte Energieaufnahme von nur 75 Watt. Der bisher schnellste, im 65-nm-Verfahren produzierte Opteron 2360 SE mit 2,5 GHz Taktfrequenz ist noch mit 105 Watt spezifiziert.

Doch die Shanghai-Opterons bieten noch weitere Verbesserungen. So erweitert AMD den L3-Cache von 2 auf 6 MByte. Hier sollte je nach Anwendung ein merklicher Performance-Sprung möglich sein, denn bei der Cache-Größe liegt Intel bislang vorn. Wird doch vermehrt auf den Speicher zurückgegriffen, so steuert der 45-nm-Opteron nun gepufferte DDR2-DIMMs mit 800 statt nur 667 MHz Taktfrequenz an.

Unsere Kollegen vom TecChannel testen AMDs erste 45-nm-CPU und vergleichen sie mit den 45-nm-Prozessoren von Intel. Im Artikel Test: AMD Opteron 2384 - neue CPU-Generation Shanghai finden Sie die überraschenden Ergebnisse.

Test: AMD Opteron 2384 - neue CPU-Generation Shanghai


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