AMD Steamroller-Prozessoren - Höhere Single-Core-Leistung und mehr Effizienz

Während AMD in den nächsten Wochen die ersten Prozessoren mit »Piledriver«-Architektur vorstellen wird, hat das Unternehmen nun Details zu dessen Nachfolger »Steamroller« bekanntgegeben.

von Georg Wieselsberger,
29.08.2012 12:11 Uhr

Die Leistung pro MHz ist bei den aktuellen FX-Prozessoren wie dem AMD FX-8150 aufgrund der »Bulldozer«-Architektur deutlich geringer als bei der Konkurrenz von Intel, während der für parallele Aufgaben ausgelegte Aufbau der CPU nur bei speziell dafür ausgelegten Programmen einen deutlichen Vorteil bringt.

AMD will dieses Problem durch die Nachfolge-Prozessoren lösen. Mit »Piledriver« soll die Leistung etwas steigen, dürfte sich aber kaum stark verbessern. Wesentlich mehr erhofft sich AMD durch »Steamroller«. Diese neue CPU-Architektur verändert und optimiert viele interne Bereiche, darunter auch den Instruktions- und den L1-Cache, doch die wesentliche Veränderung dürfte die zweite Decoder-Einheit pro »Modul« sein.

Auf einem Modul teilen sich bislang zwei CPU-Kerne viele Bereiche, auch die Decoder-Einheit, die die Daten weitergibt. Bei »Steamroller« hat jeder Kern nun wieder eine eigene Einheit und beide Einheiten zusammen kümmern sich um den Gleitkommabereich. Damit könnte »Steamroller« deutlich an Fahrt gewinnen. Zusammen mit weiteren Verbesserungen soll auch die Energieeffizienz deutlich steigen und die Leistung pro Watt im Vergleich zu »Piledriver« um 15 Prozent höher liegen.

Erste Prozessoren werden vermutlich nächstes Jahr als APU mit integriertem Grafikkern veröffentlicht, bevor dann große FX-Modelle mit der neuen Architektur folgen, die in 28 Nanometer hergestellt werden.

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Der veränderte Aufbau eines Steamroller-Prozessors.Der veränderte Aufbau eines Steamroller-Prozessors.


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