AMD-Übernahme - Microsoft hat angeblich Interesse

Zu Qualcomm gesellt sich mit Microsoft nun noch ein weiterer namhafter Interessent an einer Übernahme des Chip-Produzenten AMD. Auch Samsung soll Interesse haben. Der Kaufpreis wird auf 1,81 Milliarden US-Dollar geschätzt.

von Tobias Ritter,
30.06.2015 12:09 Uhr

Am finanziell leicht angeschlagenen Chiphersteller AMD haben offenbar gleich mehrere Unternehmen Interesse. Microsoft führt angeblich bereits seit einigen Monaten Gespräche mit der AMD-Führung.Am finanziell leicht angeschlagenen Chiphersteller AMD haben offenbar gleich mehrere Unternehmen Interesse. Microsoft führt angeblich bereits seit einigen Monaten Gespräche mit der AMD-Führung.

Bereits seit einigen Wochen halten sich hartnäckig Gerüchte darüber, dass der Chiphersteller AMD Auswege aus einer aktuellen finanzielle Krise sorgt. Unter anderem war bereits im Gespräch, die Grafiksparte des Konzerns vom Prozessorbereich loszulösen und separat zu verkaufen.

Auch ein kompletter Verkauf des Unternehmens an einen neuen Eigentümer wurde bereits als mögliches Szenario kolportiert. Unter anderem soll der Snapdragon-Mobilchip-Hersteller Qualcomm an einer Übernahme interessiert sein.

Der jedoch scheint nun einen ernsthaften Konkurrenten zu bekommen: Wie die englischsprachige Webseite KitGuru berichtet, führt Microsoft bereits seit einige Monaten erste Gespräche mit der AMD-Führung. Konkrete Details liegen diesbezüglich zwar noch nicht vor, der Kaufpreis des Chipherstellers wird jedoch auf 1,81 Milliarden US-Dollar geschätzt. Für Microsoft mit seinen 95,3 Milliarden US-Dollar an Bargeldreserven durchaus machbar.

Und für den Konzern aus Redmond würde eine solche Übernahme auf verschiedenen Ebenen durchaus Sinn ergeben. So liefert der Chip-Hersteller etwa die Chipsätze für die Xbox One und die PlayStation 4 - und kassiert dafür geschätzte 100 US-Dollar pro produzierter Konsole. Microsoft würde also einerseits die Gewinnmarge an der eigenen Hardware vergrößern und andererseits sogar an den Konsolenverkäufen des derzeit hinsichtlich der Verkaufszahlen erfolgreicheren Hauptkonkurrenten mitverdienen.

Sony wiederum müsste sich für eine mögliche PlayStation 5 vielleicht sogar einen neuen Hardware-Partner ins Boot holen - und das könnte sich als schwierig erwiesen. Immerhin hat Nvidia als der zweite große Chiphersteller aus der Branche dem Konsolenmarkt eigentlich bereits vor Jahren abgeschworen.

Microsoft und Qualcomm sind den aktuellen Branchengerüchten nach übrigens nicht alleine mit ihrem Interesse an AMD. Auch Samsung soll mit dem Gedanken spielen, den Chiphersteller aufzukaufen.

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