AMD Vega - 12,5 TFLOPS, in Doom 4K schneller als Geforce GTX 1080

AMD hat auf einem Event vor allem die für Maschinenlernen gedachten Produkte der neuen Serie Radeon Instinct vorgestellt, doch auch Prototypen von Vega waren vor Ort und liefen mit Doom in 4K.

von Georg Wieselsberger,
13.12.2016 07:32 Uhr

Ein AMD Vega-Prototyp lief mit Doom in 4K. (Screenshot YouTube)Ein AMD Vega-Prototyp lief mit Doom in 4K. (Screenshot YouTube)

Der geheimnisumwitterte Vega-Event der letzten Woche war tatsächlich ein AMD Technology Summit. Dort hat AMD die neue Serie Radeon Instinct vorgestellt, die für Maschinenlernen und Künstliche Intelligenz gedacht sind. Das High-End-Modell dieser speziellen Beschleunigerkarten heißt Radeon Instinct MI25 und basiert auf dem neuen Grafikchip Vega 10. Entsprechend gab es auf dem Event auch einige technische Angaben. So bietet Vega 10 eine Rechenleistung von 25 TFLOPS bei halber Präzision (FP16) und 12,5 TFLOPS bei einfacher Präzision.

Vega-Prototyp schneller als Geforce GTX 1080

Um die Spiele-Leistung von Vega einschätzen zu können, waren auch Rechner vor Ort, auf denen Doom in 4K mit maximalen Einstellungen und unter Verwendung der Vulkan-Grafikschnittstelle lief. Wie mehrere Webseiten übereinstimmend berichten, erreichte die im Rechner steckende Grafikkarte rund 70 Bilder pro Sekunde. Laut PC Games Hardware ist das beispielsweise merklich schneller als eine auf 1.900 MHz übertaktete Geforce GTX 1080.

Treiber ohne Vega-Optimierungen

Um diese Leistung einschätzen zu können, muss aber auch noch berücksichtigt werden, dass es sich um noch nicht finale Versionen der Vega-Grafikkarten handelt und außerdem ein normaler Radeon-Treiber mit Debugging-Funktionen, aber ohne jegliche Vega-Optimierungen verwendet wurde. Andererseits ist Doom mit Vulkan dafür bekannt, gerade auf AMD-Grafikkarten besonders schnell zu laufen.

Ein weiterer Punkt ist, dass AMD die Rechner blicksicher gestaltet hat und damit die Grafikkarte im Rechner nur sehr schlecht mit Luft versorgt wurde - und eventuell sogar die GPU deswegen gedrosselt wurde. Zumindest war ein Schwerstarbeit leistender Lüfter zu hören. Außerdem war die Grafikkarte mit 8 GByte VRAM ausgestattet, vermutlich bestehend aus zwei Stacks HBM2. Der Vega-Prototyp trägt übrigens tatsächlich die ID 687F:C1 und entspricht damit der Grafikkarte, die in der indischen Datenbank Zauba und in anderen Benchmarks bereits aufgetaucht war.

Quellen: AMD, PC Games Hardware, Tom's Hardware


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