AMD-Grafikchips schneller und günstiger - Gerüchte über Herstellung bei Globalfoundries

AMD lässt seine Grafikchips bislang bei TSMC herstellen, doch die kommenden GPUs werden angeblich bei Globalfoundries gefertigt.

von Georg Wieselsberger,
03.01.2015 14:26 Uhr

AMD wird angeblich seine nächsten GPUs bei Globalfoundries herstellen lassen.AMD wird angeblich seine nächsten GPUs bei Globalfoundries herstellen lassen.

Sowohl AMD als auch Nvidia lassen ihre Grafikchips bisher beim Auftragshersteller TSMC produzieren und sind daher darauf angewiesen, dass dort ausreichend Kapazitäten vorhanden sind und neuen Herstellungsprozesse eine wirtschaftliche Ausbeute liefern. Allerdings gibt es dabei immer wieder Probleme, was unter anderem dazu geführt hat, dass Nvidia seine Maxwell-GPUs auf der Geforce GTX 980 und Geforce GTX 970 nicht in 20-Nanometer-Verfahren herstellen lassen konnte. Auch AMD kann die nächsten Chips daher nicht mit den kleineren Strukturen produzieren lassen und hat sich nun laut einer Meldung von Bitandchips dazu entschlossen, die nächsten Grafikchips bei Globalfoundries zu fertigen.

Globalfoundries ist ein Auftragshersteller, der aus den ehemals AMD-eigenen Fabriken entstanden ist und beispielsweise auch die aktuellen APUs für AMD produziert. Die neuen Prozessoren wie der A10 7850K werden dabei in dem sogenannten 28nm-SHP-Verfahren (Super High Performance) hergestellt, das eine höhere Transistorendichte und höhere Taktraten bei gleicher Spannung erlaubt als das Standard-Verfahren. Allerdings ist diese Art der Herstellung eigentlich vor allem für Grafikchips und nicht für Prozessoren vorteilhaft.

Daher soll AMD planen, auch seine nächsten Grafikchips für die Radeon R9-300-Serie bei Globalfoundries zu produzieren. Damit wären GPUs denkbar, die schneller und aufgrund der höheren Dichte auch günstiger sind als die aktuelle Generation. Diese Grafikchips wären dann für den Zeitraum gedacht, den TSMC benötigt, um auf 16 Nanometer umzustellen und eine gute Ausbeute zu erreichen. Erwartet wird dies gegen Ende 2015 oder Anfang 2016.

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