America's Army - Irak-Veteranen protestieren gegen den Shooter

von Volker Stuckmann,
05.09.2007 11:00 Uhr

America's Army, der zur Anwerbung neuer Rekruten gedachte Ego-Shooter der US-Armee, scheint sich vor allem unter Kriegs-Veteranen keiner allzu großen Beliebtheit zu erfreuen.

Bereits am 19. August hatte eine Gruppe von 90 Irak-Veteranen auf einer Messe in St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) vor dem Stand der Militär-Rekrutierer gegen America's Army protestiert. In schwarze T-Shirts gekleidet machten die Mitglieder der Bewegung »Iraq Veterans Against the War« mit dreimaligem Ausruf der Parole »Krieg ist kein Spiel!« ihrem Unmut über den Einsatz des Multiplayer-Shooters freie Luft. Das berichtet die Website STLtoday.com.

»Wir wollen den Menschen die Wahrheit über den Militär-Dienst vor Augen führen und Ihnen zeigen, dass er nicht immer so ist, wie gesagt wird«, erklärte Irak-Veteranin Kelly Dougherty die Protest-Aktion. Allzu oft würden die Rekrutierer die Chancen des Militärs für Geringverdiener und Randgruppen übertrieben darstellen. Die möglichen Konsequenzen der Armee-Zugehörigkeit und des Irak-Kriegs seien den Rekruten hingegen kaum bewusst, kritisierte Dougherty.

Seit dem Jahr 2002 setzt die US-Armee den kostenlosen Shooter America's Army zur Rekrutierung neuer Soldaten ein und stößt dabei noch immer auf reges Interesse der Internet-User. So wurde das Spiel bisher mehr als 40 Millionen Mal heruntergeladen und kann momentan rund 8,5 Millionen registrierte Accounts vorweisen.


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