Angespielt - Combat Mission: Shock Force

von Petra Schmitz,
19.07.2007 19:13 Uhr

Die Screenshot-Galerie ist bereits online und der Test schon längst mit dem Rest der Ausgabe 09/07 in der Druckerei. Dennoch wollen wir Ihnen hier einen kleinen Vorgeschmack auf das geben, auf das sich Fans komplexer und schwieriger militärischer Taktikschlachten freuen können: Combat Mission: Shock Force.

Shock Force ist der erste Teil der Combat Mission-Reihe, der in der Jetzt-Zeit spielt. Genauer in der nahen, doch hoffentlich fiktiven Zukunft, in der es zu einem Konflikt zwischen dem kleinen Syrien und den großen USA kommt.
In der 24 Missionen großen Kampagne spielen Sie den Oberkommandanten der US-Truppen. Ihr gefährlichster Gegner dabei ist der Realismus. Shock Force bedient sich nämlich nicht der sonst in Taktikspielen üblichen Balance zwischen den Parteien, sondern stellt den fiktiven Krieg so genau wie möglich dar. Vom Artilleriegeschützt bis hin zur Pistole wird alles exakt simuliert. Selbst Querschläger berechnet das Programm.

Zu Beginn ist alles noch recht überschaubar, lediglich ein paar Panzer und Stryker-Schützenpanzer wollen koordiniert werden. Später geht es dann mit ganzen Truppenverbänden zur Sache. Und da die Übersicht zu behalten, gezielte Anweisungen zu geben und am Ende gar das Missionsziel zu schaffen, ist so einfach nicht.
Das liegt zum einen an den umfangreichen Befehlsoptionen, die Shock Force bietet, zum anderen liegt es am Spotting-System, also am Sicht-System des Spiels.
Zunächst gilt: Sie können immer nur die Feinde sehen, die die von Ihnen angewählte Einheit auch sehen kann. Dann macht die Nachricht über die Gegner mit exakter Verzögerung die Runde durch Ihre Einheiten – und zwar über Handzeichen, Funk und Satellitenübertragung, falls verfügbar. Ist Ihre Streitmacht über die Standorte der Gegner informiert und sind alle Feinde mit einem Symbol versehen, unterscheidet das Programm zwischen Gegnern, die unter Beschuss genommen werden können und solchen, die außerhalb der Schusslinie Ihrer Einheiten liegen, durch dunkel- beziehungsweise hellrote Icons.
Im einfachsten von drei Schwierigkeitsgraden zeigt Ihnen das Spiel zudem gleich, was Ihre Männer gesichtet haben, also ob es sich um einen Panzer, ein stationäres MG oder um Infanterie handelt. Wählen Sie eine der härteren Gangarten, bleiben Sie oft lange im Dunkeln, welcher Gefahr Sie sich stellen müssen. Das Programm markiert solch ungenauen Feindsichtungen mit schlichten Fragezeichen.

Wer nun glaubt, dass die US-Truppen ja doch allein durch die Ausrüstung die Überlegenen sind, irrt. Zwar ist das Verhältnis zwischen den Kriegsparteien asymmetrisch, aber das Spiel fängt diese Balanceschwäche ab, indem es die Aufgaben in den Missionen nicht nur auf den Sieg reduziert. Als Oberkommandant müssen Sie es etwa fertig bringen, die Verluste der Gegenseite auf 70 Prozent zu bringen, dürfen aber selber nicht mehr als 20 Prozent Ihrer Einheiten verlieren. Und das ist alles andere als einfach, aber für Taktik-Profis eine echte Herausforderung.


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