Angriff auf Apple-Nutzer - Macs, iPhone und iPads gesperrt, Lösegeld gefordert

Hacker haben in Australien Apple-Geräte über den »Find my iPhone«-Dienst gesperrt und fordern nun bis zu 100 Euro Lösegeld.

von Georg Wieselsberger,
28.05.2014 10:35 Uhr

Besitzer von iPhones, iPads und Macs in Australien stellten plötzlich fest, das Dritte ihr Gerät gesperrt hatten und Lösegeld fordern.Besitzer von iPhones, iPads und Macs in Australien stellten plötzlich fest, das Dritte ihr Gerät gesperrt hatten und Lösegeld fordern.

Wie der Sydney Morning Herald berichtet, stellten mehrere Nutzer von Macs, iPhones und iPads plötzlich fest, dass ihre Geräte über den eigentlich als Diebstahlschutz gedachten Dienst »Find My iPhone« von Dritten gesperrt wurden. Auf dem Bildschirm erschien die Meldung »Gerät von Oled Pliss gehackt«, zusammen mit einer Lösegeldforderung von bis zu 100 Euro. Auch im offiziellen Support-Forum von Apple wird darüber von Betroffenen berichtet.

Aus den Angaben lässt sich schließen, dass alle Apple-Geräte, die jeweils einem Nutzers gehören, gleichzeitig gesperrt wurden und die Angreifer damit wohl Zugriff auf die iCloud-Konten der Apple-User erhalten haben. Nutzer, die über »Find my iPhone« einen Passcode eingestellt hatten, können ihr Gerät damit entsperren, da sich dieser Passcode über den Dienst nur neu anlegen, aber nicht ändern lässt. Nutzer, bei denen die Hacker aber nun einen unbekannten Passcode eingerichtet haben, müssen sich direkt an Apple wenden, um eine Lösung für das Problem zu finden.

Ein etwas seltsames Detail der Geschichte ist, dass »Oleg Pliss« zwar eine Zahlung über PayPal an eine E-Mail-Adresse fordert, laut PayPal aber gar kein Konto existiert, das diese Adresse verwendet. Es wird außerdem vermutet, dass viele betroffene Nutzer für den iCloud-Dienst von Apple ein Passwort verwenden, dass sie auch auf anderen Webseiten einsetzen. Wird eine solche Webseite gehackt, sind alle sonst sicheren Dienste ebenfalls gefährdet, da nun das Passwort bekannt ist. Es ist daher ratsam, Passwörter nicht mehrmals zu nutzen. Da im aktuellen Fall bisher nur australische und einige neuseeländische Nutzer betroffen sind, dürften die Hacker an die Datenbank einer dort oft genutzten Webseite gelangt sein.

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