Apple iPad - Weltweite iPad-Lieferungen durch Exportverbot in China bedroht

Der Streit zwischen dem chinesischen Hersteller Proview und Apple weitet sich aus und bedroht nun sogar die weltweiten Lieferungen des iPads.

von Georg Wieselsberger,
15.02.2012 09:56 Uhr

Wie im Dezember gemeldet, hatte ein chinesisches Gericht dem heimischen Unternehmen Proview die Rechte an dem Markennamen »iPad« in China zugesprochen. Daraufhin hatte Proview von Apple Schadensersatz von umgerechnet rund 1,14 Milliarden Euro gefordert. Um diese Forderungen durchzusetzen, hatte Proview in den letzten Tagen sogar iPads bei Händlern beschlagnahmen lassen und auch ein Import- und Exportverbot für China beantragt.

Das Importverbot würde Apple kaum berühren. Der Grund dafür ist allerdings, dass die iPads hauptsächlich in China produziert werden und damit ein Exportverbot Apple umso härter treffen und die weltweiten Lieferungen gefährden könnte. Proview will laut Businessweek vor allem auch das demnächst erwartete iPad 3 so schon in China stoppen lassen. Laut dem Anwalt von Proview verfolgt Apple eine Verzögerungsstrategie, um die »iPad«-Marke weiterhin in China nutzen zu können, während Apple Proview vorwirft, ein Abkommen beider Firmen nicht zu honorieren, obwohl der Fall immer noch vor Gericht verhandelt werde.

Apple bezieht sich dabei auf ein Abkommen, das ein Tochterunternehmen von Proview in Taiwan im Jahr 2009 abgeschlossen hatte. Die oben erwähnte Gerichtsentscheidung hatte dieses Abkommen für ungültig erklärt, da die notwendigen Rechte nie bei dem Tochterunternehmen gelegen hätten. Gegen diese Entscheidung hat Apple Berufung eingelegt.


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