Apple iPhone - Apple wegen gelöschter Fotos zu Schadensersatz verurteilt

Ein 68 Jahre alter Rentner aus Großbritannien will von Apple 5.000 britische Pfund als Schadensersatz für gelöschte Fotos und Kontakte, die während der Reparatur eines iPhones gelöscht wurden. Vor Gericht erhielt er nun zwar weniger zusprochen, hat jedoch gegen Apple gewonnen.

von Georg Wieselsberger,
02.12.2015 09:48 Uhr

Ein britischer Rentner erhält Schadensersatz wegen gelöschter Daten auf seinem Apple iPhone 5.Ein britischer Rentner erhält Schadensersatz wegen gelöschter Daten auf seinem Apple iPhone 5.

Update: Wie der Evening Standard meldet, hat White vor Gericht tatsächlich gewonnen und eine Summe von 1.200 britischen Pfund sowie Kosten von weiteren 800 Pfund zugesprochen bekommen. White hatte sich vor Gericht selbst vertreten und keinen Anwalt genommen. Gegenüber der Zeitung erklärte White, dass er auch gegen Apple angetreten sei, um zu zeigen, dass man auch gegen solche großen Unternehmen gewinnen könne. »Ich habe gegen Krebs gekämpft, da werde ich doch nicht gegen Apple verlieren«.

Unter den gelöschten Aufnahmen waren auch Fotos der medizinischen Teams, das sich um ihn gekümmert hatte, als er wegen seiner Krebserkrankung 10 Monate im Krankenhaus war. Es gehe ihm auch nicht so sehr um das Geld, sondern um den moralischen Sieg, da Apple ein ganzes Jahr lang kompromisslos kein einziges Angebot für Schadenersatz gemacht habe. Die 1.200 Pfund, die er nun vor Gericht erstritten hat, reichen zwar nicht für die zweiten Flitterwochen auf den Seychellen, sollen aber nun einen Urlaub in Cornwall mitfinanzieren.

Quelle: Standard.co.uk

Originalmeldung: Nachdem der 68 Jahre alte Deric White auf seinem iPhone 5 mehrere Hinweise erhalten hatte, die auf ein Problem mit dem Smartphone hinwiesen, brachte er es zu einem Apple-Store in London. Dort kümmerte sich ein Angestellter um das iPhone und erklärte kurz darauf, dass das Problem behoben worden sei. White wurde laut eigener Aussage erst anschließend gefragt, ob ein Backup der zuvor auf dem Gerät gespeicherten Daten existiert, was aber nicht der Fall war. Während der Behebung des Problems hatte der Apple-Mitarbeiter jedoch alle Daten gelöscht.

»Mein Leben war auf diesem Telefon gespeichert«, so White. So befanden sich beispielsweise Kontakte aus insgesamt 15 Jahren auf dem Gerät, außerdem besonders wichtige Fotos und Aufnahmen aus den Flitterwochen mit seiner Frau. »Ich habe mein Lieblingsvideo verloren, auf dem mich während der Flitterwochen auf den Seychellen eine Riesenschildkröte in die Hand beißt.« Seiner Frau und ihm seien die Tränen gekommen, als sie den Verlust bemerkten.

Nun fordert White vor Gericht einen Schadensersatz von 5.000 britischen Pfund von Apple, umgerechnet etwa 7.000 Euro. Mit diesem Geld will White dann mit seiner Frau eine zweite Flitterwochen-Reise unternehmen. Apple hat allerdings jede Verantwortung und damit auch die Zahlung vor Gericht abgelehnt. »Der Kläger hat nicht nachgewiesen, dass er irgendeinen Verlust erlitten hat«. Diese und ähnliche Fälle von Datenverlust zeigen, wie wichtig es ist, seine Daten und Fotos nicht nur auf einem Smartphone zu speichern, sondern stets ein externes Backup anzulegen. Bei Apple-Geräten wie dem iPhone ist dies aufgrund der Anbindung zur iCloud sogar recht einfach möglich.

Quelle: Digitaltrends


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