Apple iPhone X - Alles zu Technik, Release-Datum und hohem Preis

Apple hat auf seiner Keynote neben dem iPhone 8 (Plus) auch das iPhone X vorgestellt, das unter anderem ein OLED-Display und eine 3D-Front-Kamera bietet.

von Georg Wieselsberger,
13.09.2017 07:17 Uhr

Das neue iPhone X (wobei das X für die Zahl 10 steht) ist das bislang fortschrittlichste iPhone von Apple.Das neue iPhone X (wobei das X für die Zahl 10 steht) ist das bislang fortschrittlichste iPhone von Apple.

Nach Monaten der Spekulationen, Gerüchten und zuletzt auch einigen Leaks durch Apple selbst hat das Unternehmen nun tatsächlich neben den verbesserten Modellen iPhone 8 und iPhone 8 Plus das heißerwartete iPhone X vorgestellt - nach dem bekannten Spruch »One more thing«.

Das neue Smartphone besitzt erstmals einen OLED-Bildschirm namens Super Retina Display mit einer Diagonale von 5,8 Zoll, ist aber dank der dünnen Rahmen nicht viel größer als ein Vorgängermodell oder das iPhone 8 und kleiner als das iPhone 8 Plus.

HDR10 und Dolby Vision werden unterstützt und das Kontrastverhältnis beträgt 1:1.000.000. Ohne Rahmen entfällt auch der bisherige Home-Button, der durch einblendbare Soft-Buttons durch eine Wischgeste von unten und teilweise für Siri durch den Power-Button an der Seite ersetzt wird.

Das sind die zahlreichen Sensoren und Frontkameras des iPhone X.Das sind die zahlreichen Sensoren und Frontkameras des iPhone X.

Gesichtserkennung per Face ID

Ebenso bestätigt ist nun eine 3D-Front-Kamera, die das Gesicht des Nutzers erkennt und für mehrere Funktionen genutzt werden kann. Mit Face ID wird der Benutzer biometrisch identifiziert, sodass kein Fingerabdruck-Scanner mehr notwendig ist. Dabei hilft ein Spezialprozessor namens »Neural Engine«.

Mit Face ID kann das Smartphone auch einfach entsperrt werden - was vielleicht noch für Diskussionen sorgen wird, da nun eine PIN nicht mehr vor einer Durchsuchung durch Behörden schützen kann. Sogar eigene, animierte Emoji, die »Animoji« heißen, kann ein Besitzer des neuen iPhones dank der Sensoren mit seinem eigenen Gesicht erstellen

iPhone X: Animojis lassen sich mit Aufnahmen des eigenen Gesichts erstellen.iPhone X: Animojis lassen sich mit Aufnahmen des eigenen Gesichts erstellen.

Dual-Kamera mit optischer Stabilisierung

Auf der Rückseite befindet sich eine Dual-Kamera mit 12-Megapixel mit Weitwinkel- und Teleobjektiv, die beide optische Bildstabilisierung bieten und damit besonders gute Aufnahmen mit Tiefeninformationen erlauben.

Ein Quad-LED-Flash erlaubt realistische Aufnahmen von Hauttönen. Auch neue Funktionen zur Belichtung sind integriert. 4K-Aufnahmen sind mit 60 fps möglich, bei 1080p sind es sogar 240 Bilder pro Sekunde. Die Kameras sind auch für Augmented Reality optimiert, ebenso die verbesserten Sensoren.

Schnellerer Prozessor und Qi-Standard zum drahtlosen Aufladen

Der neue A11-Bionic-Prozessor mit zwei schnellen und vier stromsparenden Kernen ist bis zu 70 Prozemt schneller, die GPU bis zu 30 Prozent. Die neuen iPhones besitzen eine Glas-Rückseite und ermöglichen so das drahtlose Aufladen über den Qi-Standard.

Qi wird bereits von vielen Herstellern genutzt, so dass Apple hier einen Standard unterstützt, statt einen eigenen zu erschaffen. A11 und Qi sind auch Features der neuen iPhone 8 und iPhone 8 Plus, die verbesserte Versionen des iPhone 7 darstellen.

Augmented Reality wichtig für Apple

Für Apple stellt Augmented Reality und das im Betriebssystem enthaltene AR-Kit ein wichtiges Thema dar, denn dank der Kontrolle über die eigenen Geräte steht den Nutzern und Entwicklern sofort ein einheitlicher AR-Standard zur Verfügung, der nicht nur auf das iPhone X beschränkt ist. Das könnte AR schnell zu einem Massenphänomen machen.

In einer Demo zum iPhone 8 und iPhone 8 Plus wurde gezeigt, wie Spiele beispielsweise so gestaltet werden können, dass sie die Darstellung der Umgebung durch Bewegungen des Smartphones verändern und quasi die Kamera-Perspektive der des Gamers anpassen. Ob es Spaß macht, in einem Actionspiel wie bei der Präsentation mit dem Smartphone in gebückter Haltung umherzulaufen, wird sich zeigen müssen.

Vorbestellung ab 27. Oktober 2017, ab 1.149 Euro

Update: Apple hat seine deutsche Webseite nun auch mit den Euro-Preisen für die neuen iPhones aktualisiert. Das iPhone 8 ist mit 64 GByte ab 799 Euro erhältlich, während das iPhone 8 Plus mindestens 909 Euro kostet. Vorbestellungen starten am 15. September, die Auslieferungen am 22. September 2017.

Das iPhone X wird hierzulande tatsächlich so teuer wie befürchtet. Für das Modell mit 64 GByte werden 1.149 Euro fällig, bei 256 GByte steigt der Preis sogar auf 1.319 Euro. Das erwartete Modell mit 512 GByte wird nicht aufgeführt. Die Vorbestellungen starten am 27. Oktober 2017. Lieferbar soll das iPhone X ab dem 3. November 2017 sein.

Außerdem ist die AirPower-Basis, das Gerät zum drahtlosen Aufladen, laut der Webseite nicht gleichzeitig mit den neuen iPhones lieferbar. Apple liefert hier nur den Hinweis auf einen Erscheinungstermin 2018. Dank des Qi-Standards sind Käufer der Smartphones aber nicht unbedingt auf ein Apple-Produkt angewiesen.


Kommentare(130)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.