Apple-Mitgründer Steve Woziak - Harsche Kritik an »jOBS«-Film

Die Film-Biografie über Apple-Legende Steve Jobs mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle wird von Steve Wozniak stark kritisiert.

von Georg Wieselsberger,
26.01.2013 12:24 Uhr

Steve Wozniak hatte Apple zusammen mit Steve Jobs gegründet und sollte demnach wissen, was damals wirklich geschehen ist. Doch die Film-Biografie »jOBS« scheint nicht den Tatsachen zu folgen, obwohl sie als „kraftvolle und wahre Geschichte“ beworben wird. Die erste veröffentlichte Szene zeigt Steve Jobs, wie er eindringlich auf Steve Wozniak einredet, damit dieser einsieht, dass Computer nicht nur für »Freaks« sind. Auf den Einwand von Wozniak, niemand wolle einen Computer, antwortet Jobs: »Wie sollen sie wissen, was sie wollen, wenn sie es noch nie gesehen haben?«

Doch wie der echte Steve Wozniak gegenüber Gizmodo darlegt, sind sowohl die Persönlichkeiten als auch deren Interaktionen nicht nah an der Realität. Tatsächlich sei er es gewesen, der im Computerclub von den selbstgebastelten Heimcomputern inspiriert worden war und Jobs sei nicht einmal im Club gewesen. Jobs habe erst lernen müssen, welchen sozialen Einfluss Rechner in der Zukunft haben werden.

Stattdessen habe Jobs die Idee gehabt, für 20 US-Dollar eine PC-Platine herzustellen und sie für 40 US-Dollar an die Club-Mitglieder zu verkaufen. Das Design habe Wozniak aber kostenlos an den Club weitergegeben. Das sei bereits das fünfte Mal gewesen, dass Jobs mit Entwicklungen von Wozniak, die dieser nur wegen des Spaßes entworfen hatte, einfach nur schnell Geld verdienen wollte. Der Apple II sei das sechste Mal gewesen, aber man habe das Geld immer geteilt. Auch wenn der Film vielleicht unterhaltsam und gut sei, sei es doch wichtig, wenn die Bedeutung und der Sinn der Geschichte korrekt blieben.


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