Apple vs. Samsung - Urteil teilweise aufgehoben, neue Verhandlung über Schadensersatz

Im Prozess Apple gegen Samsung müssen wesentliche Teile neu verhandelt werden, darunter auch ein großer Teil des Schadensersatzes.

von Georg Wieselsberger,
03.03.2013 09:10 Uhr

Ursprünglich hatte Apple von der Jury im Prozess gegen Samsung 1,05 Milliarden US-Dollar Schadensersatz zugesprochen bekommen. Während Apple dies sogar noch erhöht haben wollte, versuchte Samsung, das gesamte Urteil aufheben zu lassen. Beide Seiten sind mit ihren Vorhaben gescheitert, können aber trotzdem auch einen kleinen Erfolg verbuchen, wie Bloomberg und Reuters melden.

So darf Apple auch Schadensersatz für Samsung-Geräte fordern, die nach dem 24. August verkauft wurden und Apple-Patente verletzen und sogar insgesamt Zinsen auf die Gesamtsumme verlangen. Aber auch Samsung hat erreicht, dass Teile der Entscheidung der Jury aufgehoben wurden, da sie gegen Anweisungen verstoßen, falsche Stichtage oder unkorrekte Daten verwendet hat. Insgesamt hat Richterin Koh eine Summe von 451 Millionen US-Dollar beanstandet, über die nun neu verhandelt werden muss, während die Restsumme bestätigt wurde. Doch auch hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, da das US-Patentamt mehrere Apple-Patente für ungültig erklären lassen will, von denen zumindest eines eine wichtige Rolle im Prozess gegen Samsung gespielt hatte.

Die ohnehin unter Druck stehende Apple-Aktie verlor weiter an Wert. Seit der Vorstellung des iPhone 5 und des iPad Mini sank der Kurs um nun bereits 40 Prozent, was einem verlorenen Marktwert von 258 Milliarden US-Dollar entspricht. Aus diesem Blickwinkel erscheinen die Summen, um die sich Apple und Samsung vor Gericht streiten, fast schon trivial.

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