Apple Watch - Spott aus der Schweiz, Bedenken in den USA, Warnungen in UK (Update)

Hersteller von Luxusprodukten verspotten die Apple Watch, in den USA gibt es Datenschutzbedenken und im Straßenverkehr sollte die Watch wohl auch nicht verwendet werden.

von Georg Wieselsberger,
18.09.2014 08:33 Uhr

Die Apple Watch kommt beim Uhren-Guru Jean-Claude Biver nicht sehr gut weg.Die Apple Watch kommt beim "Uhren-Guru" Jean-Claude Biver nicht sehr gut weg.

Update: In Großbritannien droht der Apple Watch schon vor der Einführung Ärger. Dort planen die Behörden laut einem Bericht der International Business Times, jede Smartwatch wie ein Smartphone einzustufen, was die Nutzung im Straßenverkehr angeht. Damit wird die Nutzung einer Smartwatch während der Fahrt die gleichen Strafen nach sich ziehen wie die Nutzung eines Smartphones. Bei einem Unfall, der durch die Ablenkung durch ein Mobilgerät verursacht wurde, drohen damit bis zu zwei Jahre Haft. Darauf wies das britische Verkehrsministerium hin.

Das Institute of Advanced Motorists (IAM) hält es für »nicht wünschenswert«, dass noch mehr Geräte Fahrer ablenken können. Auch wenn eine Smartwatch vielleicht das »nächste große Mode-Accessoire« sei, sei nichts schick an einem Gerät, das Fahrer am Lenkrad ablenke. Natürlich betrifft dieses Problem alle Hersteller von Smartwatches, doch die Vorstellung der eventuell erfolgreichen und damit weit verbreiteten Apple Watch scheint die Befürchtungen der Straßenverkehrs-Experten verstärkt zu haben. Ähnliche Regelungen oder Warnungen in anderen Ländern dürften wohl folgen.

Originalmeldung: Apple will mit seiner Apple Watch nicht unbedingt den herkömmlichen Smartwatch-Markt erobern,. sondern mit seiner goldenen Edition auch Kunden ansprechen, die sich für Luxusprodukte interessieren. Allerdings hat sich laut Fudzilla nun der als »Uhren-Guru« bekannte Schweizer Jean-Claude Biver zu Wort gemeldet. Seiner Ansicht nach, sei die Apple Watch kein »revolutionäres Produkt«, außerdem sei die Uhr »zu feminin«, es fehle »Sex-Appeal« und zudem sehe die Apple Watch aus, als hätte sie ein Design-Student des ersten Semesters entworfen. Außerdem sei alles, was Apple herstelle, dazu »verdammt«, nach fünf Jahren wertlos und obsolet zu werden, während wahrer Luxus »ewig« halte.

Stephane Linder, CEO von Tag Heuer, wundert sich über die vielen Sport- und Fitness-Funktionen, die nichts Neues seien und Jerome Bloch von der Pariser Modeagentur NellyRodi ist der Ansicht, die Schweizer Uhrenhersteller hätten nichts zu befürchten. Die Apple Watch sei nicht einmal für die gleichen Kunden interessant. »Das neue Gerät von Apple mit vielen der Schweizer Uhren zu vergleichen wäre so, als würde man einen Mini Cooper mit einem Aston Martin vergleichen«, so Bloch.

Während diese Aussagen zu einem Produkt, das noch nicht erhältlich ist, vielleicht verfrüht sind, machen sich andere bereits Sorgen um den Datenschutz. George Jespen, der Justizminister des US-Staates Connecticut, will in einem Brief von Apple-CEO Tim Cook wissen, welche Daten die Apple Watch sammeln wird und auf welche Weise und an welchem Ort sie dann gespeichert werden. Außerdem fordert der Minister Informationen darüber an, wie Apple die Gesundheitsdaten der Nutzer schützen und entsprechende Richtlinien gegenüber den App-Entwicklern durchsetzen möchte. Jespen betont aber in seinem Schreiben (PDF), dass es sich dabei um ein Angebot eines Dialogs und nicht um »Anschuldigungen« gegenüber Apple handelt. Auch andere Anbieter von neuen Produkten habe er bereits wegen Fragen zur Privatsphäre kontaktiert und die Gespräche seien stets von gegenseitigem Nutzen gewesen.

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