Apple iOS - Probleme mit iOS 9 und gefährliche Schadsoftware entdeckt

Das neue iOS 9 bereitet mehreren Nutzern Probleme, da sich beispielsweise die neuen Smartphones iPhone 6s und iPhone 6s Plus selbst abschalten. Außerdem wurde eine gefährliche Schadsoftware entdeckt, die auch iPhones ohne Jailbreak angreifen kann.

von Georg Wieselsberger,
06.10.2015 13:12 Uhr

Das neue iPhone 6s mit iOS 9 hat noch einige Probleme und schaltet sich gelegentlich einfach ab.Das neue iPhone 6s mit iOS 9 hat noch einige Probleme und schaltet sich gelegentlich einfach ab.

Das neue Betriebssystem iOS 9 von Apple bereitet vielen Nutzern auf verschiedenen iPhone- und iPad-Modellen Probleme. Das reicht von plötzlich nicht mehr abgespielten Hinweistönen beim Empfang einer Nachricht oder bei einem Hinweis auf einen Termin, über sich zu früh deaktivierende Bildschirme bis hin zu Darstellungsfehlern in mehreren System-Apps. Gerade bei in der Wallet-App hinterlegten Tickets werden dabei Informationen abgeschnitten.

Besonders ärgerlich ist für manche Besitzer der neuen Smartphones iPhone 6s und iPhone 6s Plus, dass sich diese Geräte gelegentlich ohne ersichtlichen Grund selbst abschalten. Bei der Nutzung als Wecker oder bei wichtigen Terminen kann das auch unangenehme Folgen haben. Für manche dieser Probleme gibt es Workarounds, für einige wie das Abschalten jedoch bislang nicht. Selbst das Update auf iOS 9.0.2 hilft hier nicht.

Eine neue Schadsoftware, die das Sicherheitsunternehmen Palo Alto Networks entdeckt hat, kann sogar iOS-Geräte ohne Jailbreak gefährden. Der »Yispecter« genannte Schädling nutzt dabei anscheinend für Unternehmen erteilte Zertifikate, um unter iOS Zugriff auf Schnittstellen zu erhalten, die Apple normalerweise nicht für Drittanbieter freigibt. Yispecter zielt aktuell vor allem auf Nutzer in China und Taiwan ab und versucht, sich beispielsweise als App zum Betrachten von Pornos zu tarnen.

Entsprechende Webseiten und Foren bieten die Installation der App an. Auch Händler und Reparaturunternehmen sollen die Schadsoftware auf Geräten von Kunden installiert und dafür eine Gegenleistung erhalten haben. Anscheinend wird aber auch Internetverkehr abgefangen und entsprechend manipuliert, so dass Pop-Ups auf beliebten Webseiten die schädliche App zu verbreiten. Palo Alto Networks hat inzwischen auch Apple informiert.

Quelle: Heise, Palo Alto Networks

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