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Auf geht's

Assassin's Creed: Brotherhood - Alle Blutspuren führen nach Rom

Ezio zieht’s im Actionspiel Assassin's Creed: Brotherhood von Rache getrieben in die ewige Stadt. Doch er ist nicht allein. Wir haben den Vorzeige-Assassinen und seine Meuchelmörderkollegen beim Publisher Ubisoft einige Stunden durch Rom begleitet.

von Petra Schmitz,
20.10.2010 14:33 Uhr

Zu Beginn von Assassin's Creed: Brotherhood räkelt sich die Gräfin von Forli auf zerwühlten Laken. »Möchtest du noch mal?«, fragt sie - doch plötzlich zerstört ein Knall die erotische Stimmung. Eine Kanonenkugel donnert durch die Wand des Gemachs. Ezio Auditore de Firenze wirft sich ein paar Kleidungsstücke über und springt kurzerhand durch das Loch in der Mauer.

»Auf die Stadtmauer, zu den Kanonen«, schießt es Ezio durch den Kopf und er springt auf den Rücken eines Pferdes. Als der Assassine durch die engen Gassen galoppiert, stürzen die Häuser um ihn herum in sich zusammen. »Wo ist mein Kind?«, schreit eine Frau. Ezio hat keine Zeit, sich darum zu kümmern, an der Stadtmauer springt er von seinem Pferd auf eine Leiter und erklimmt den Schutzwall. Von den Zinnen erkennt er schließlich das ganze Ausmaß der Bedrohung: Hunderte Soldaten und mehrere Dutzend Geschütze, eine Armee, angeführt von Cesare Borgia, nimmt Ezios Städtchen Monteriggioni unter Beschuss.

Also schnappt er sich die Kanone und nimmt seine Feinde ins Visier. Das Rohr etwas nach oben, die Entfernung stimmt, Feuer! Ein paar Schüsse später rollt die nächste Gefahr heran: Ein Belagerungsturm spuckt feindliche Soldaten auf die Mauer. Ezio eilt herbei, greift sich das Schwert eines Gefallenen und sticht einen Angreifer nach dem anderen nieder. Gerade, als sich bei uns das Gefühl einstellt, dass Ezio und seine Verbündeten den Angriff abwehren können, zerreißt eine Explosion das Tor Monteriggionis: Cesare Borgia betritt die Stadt. Er hat Ezios Onkel Mario in seiner Gewalt und zögert nicht, dem Mann brutal auf die Knie zu zwingen, um ihm anschließend die Kehle durchzuschneiden. Gründe hat Cesare dafür reichlich. Die kennen allerdings nur diejenigen, die Assassin’s Creed 2 durchgespielt haben.

Assassin's Creed: Brotherhood - Screenshots ansehen

Rache in Rom

Schon der Beginn von Assassin’s Creed: Brotherhood zeigt, dass die Entwickler den hohen Standard des Vorgängers in Sachen Story und Atmosphäre halten wollen - mindestens.

Der Auftakt in Monteriggioni steigert sich von einer (erotischen) Idylle zur Schlacht um Leben und Tod - und mit dem kaltblütigen Mord an Mario Auditore liefern die Autoren auch gleich das Motiv für Ezios zweiten Rachefeldzug. Die jüngsten Entwicklungen nach dem Ende von Assassin's Creed 2 ziehen uns sofort dermaßen in ihren Bann, dass wir fast »Stopp!« rufen möchten, als uns das PR-Team von Ubisoft einen neuen Spielstand lädt und uns damit weit in die Handlung von Assassin’s Creed: Brotherhood hinein katapultiert. Sekunden später, als wir mit Ezio in seinem gewohntem Assassinen-Outfit durch die Straßen Roms streifen, ist unsere Aufmerksamkeit bereits bei den neuen Inhalten: Was gibt’s im Rom des Übergangs vom 15. zum 16. Jahrhundert zu tun? Was hat es mit dem »Renovieren« der Stadt auf sich? Und wie kommen die verbündeten Assassinen zum Einsatz, die Ezio in seiner Bruderschaft um sich schart?

Die Türme der Macht

Der Blick auf die Karte Roms ist pure Reizüberflutung: In den Bezirken der ewigen Stadt wimmelt es nur so von kleinen Symbolen. Im Mittelpunkt jedes Bereichs stehen die Türme, in denen die Befehlshaber der feindlichen Borgia-Familie hausen. Sie auszuschalten verschafft Ezio einen entscheidenden Vorteil, denn mit jeder durchgeschnittenen Borgia-Kehle schwindet der Einfluss der tyrannischen Herrscher im jeweiligen Viertel.

Die Assassinen der Bruderschaft attackieren einige Wachen vom Rücken ihrer Pferde aus.Die Assassinen der Bruderschaft attackieren einige Wachen vom Rücken ihrer Pferde aus.

Allein diese Option wird die angeblich 15 Stunden Spielzeit der Hauptmissionen deutlich verlängern. Wer sich dann auch noch die Mühe macht, all die von den Borgias geschlossenen Geschäfte wieder zum Brummen zu bringen und etwa kleine Straßenapotheken für die schnelle Heilung zwischendurch renoviert, der hat in Rom reichlich zu tun.

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