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Asus ROG Swift PG258Q - Extrem schneller Spieler-Monitor

Der Spieler-Monitor ROG Swift PG258Q von Asus bietet im Test extrem schnelle 240 Hertz - aber braucht man die beim Zocken überhaupt?

von Nils Raettig,
16.02.2017 16:41 Uhr

Der PG258Q von Asus ist der erste Monitor in unserem Testlabor, der nativ 240 Hertz darstellen kann. Sein Preis liegt mit etwa 600 Euro allerdings sehr hoch, vor allem für einen Full HD-TFT und 24 Zoll.Der PG258Q von Asus ist der erste Monitor in unserem Testlabor, der nativ 240 Hertz darstellen kann. Sein Preis liegt mit etwa 600 Euro allerdings sehr hoch, vor allem für einen Full HD-TFT und 24 Zoll.

Das Besondere am Asus ROG Swift PG258Q im Test ist seine extrem hohe Bildwiederholrate von nativen 240 Hertz. Wir haben die 240 Bilder pro Sekunde in Spielen ausprobiert und klären die Frage, ob es sich lohnt, für dieses Alleinstellungsmerkmal über 600 Euro auszugeben - so viel kostet der PG258Q momentan nämlich mindestens.

Die weiteren technischen Eckdaten sind dagegen wenig spektakulär: 24 Zoll Bildschirmdiagonale, Full HD-Auflösung und ein TN-Panel im 16:9-Format sind längst Standardkost im Spielebereich, während größere und höher auflösende TFTs mit IPS-Panel oder im 21:9-Format immer beliebter und erschwinglicher werden.

Zum Testzeitpunkt ist der ROG Swift PG258Q in Deutschland nur über Alternate.de lieferbar, spätestens Anfang März sollte der Spieler-TFT aber bei mehreren Händlern verfügbar sein.

Asus ROG Swift PG258Q auf einen Blick:

• maximal 240 Hertz (nativ)
• 24 Zoll Bildschirmdiagonale
• 1920x1080 Pixel
• TN-Panel (semi-glossy)
• Nvidia G-Sync (30 bis 240 Hertz)
• Nvidia 3D Vision 2
• viele Ergonomieoptionen (höhenverstellbar, Pivot usw.)

Lohnen sich 240 Hertz?

Mit dem (nicht mehr lieferbaren) Eizo Foris FG2421 gab es bereits Ende 2013 einen Gaming-Monitor mit 240 Hertz, allerdings nur per Einblendung eines schwarzen Frames zwischen den 120 Einzelbildern, was dem natürlichen Sehen entgegenkommt und Bewegungen flüssiger wirken lässt. Der PG258Q kann dagegen echte 240 Bilder pro Sekunde darstellen (werkseitig und ohne Übertaktung).

Im Vergleich zu einem TFT mit 120/144 Hertz spürt man mit 240 Hertz bereits bei Bewegungen des Mauszeigers oder beim Verschieben von Fenstern auf dem Desktop einen leichten Unterschied: Die Bewegungen sind etwas schneller und die Eingabe fühlt sich noch direkter an.

Dieser Unterschied fällt ein Stück größer aus als der zwischen 120 Hertz und den 180 Hertz, die der Vorgänger des PG258Q per Übertaktung erreicht (ROG Swift PG248Q). Er ist aber auch in Spielen bei Weitem nicht so gravierend wie der Wechsel von 60 zu 120 Hertz. Es ist uns zwar in Blindtests mit Counter-Strike: Global Offensive stets gelungen, 120 von 240 Hertz zu unterscheiden, das fällt aber deutlich schwerer, als 60 von 120 Hertz zu unterscheiden.

In Counter-Strike: Global Offensive ist es auf einem aktuellen Spiele-PC durchaus möglich, 240 fps zu erreichen, in vielen anderen Titeln überfordert das aber selbst aktuelle High-End-Hardware.In Counter-Strike: Global Offensive ist es auf einem aktuellen Spiele-PC durchaus möglich, 240 fps zu erreichen, in vielen anderen Titeln überfordert das aber selbst aktuelle High-End-Hardware.

Ebenfalls nicht zu vergessen: Um in vollem Umfang von der extrem hohen Bildwiederholrate profitieren zu können, muss Ihr PC beim Spielen auch 240 fps erreichen. Das ist in vielen aktuellen Spielen selbst mit flotter Hardware höchstens bei reduzierten Details machbar, wobei in so hohen fps-Bereichen gerne auch die CPU zum Flaschenhals wird. Ist das der Fall, hilft das Reduzieren der Grafikdetails kaum noch, weil dadurch primär die Grafikkarte entlastet wird.

Insgesamt lohnt sich der Wechsel von einem TFT mit 120 oder 144 Hertz zum Asus ROG Swift PG258Q deshalb aus unserer Sicht nicht. Auch wenn das Spielgefühl mit 240 Hertz am geschmeidigsten und direktesten ist, hält sich der Unterschied zu 120/144 Hertz in Grenzen, gleichzeitig hatten wir nicht den Eindruck, durch die 240 Hertz erfolgreicher zu spielen.

Das mag im Profibereich anders aussehen (Stichwort »E-Sport«), außerdem werden die Auswirkungen von höheren Bildwiederholraten subjektiv teilweise sehr unterschiedlich wahrgenommen. Die meisten Spieler dürften zum Preis von 600 Euro aber unserer Meinung nach mit anderen Monitoreigenschaften wie einer größeren Display-Diagonale, einer höheren Auflösung oder dem 21:9-Format den größeren Mehrwert bekommen als mit der 240-Hertz-Option des PG258Q.

Bildqualität, Input Lag & Co

Blickwinkel Die Blickwinkel des PG258Q sind wie bei den meisten TN-Panels relativ eng. Vor allem von unten betrachtet werden die Farben schnell verfälscht dargestellt, im Alltag fallen die engen Blickwinkel aber beim Spielen an einem einzelnen Monitor kaum auf.

Input Lag Den Input Lag haben wir mit einem Leo Bodnar gemessen. Der niedrigste mögliche Wert am unteren Bildschirmrand liegt bei 16,67 Millisekunden, der PG258Q überschreitet ihn bei 60 Hertz nur um etwa 1,4 Millisekunden - ein sehr guter Wert.

Bildqualität Unsere Messungen mit einem Spyder 5 Pro haben wir bei Werkseinstellungen vorgenommen. Vor allem die hohe maximale Helligkeit und der für ein TN-Panel ordentliche Kontrast wissen zu überzeugen, der Adobe RGB-Farbraum wird dagegen nicht sehr gut abgedeckt.

Ausleuchtung Auch bei 240 Hertz ist die Ausleuchtung unseres Testgeräts sehr gleichmäßig, nur am linken und rechten Rand steigt die Helligkeit etwas an. Beim Vorgänger PG248Q war die Ausleuchtung mit 180 Hertz sichtbar weniger gleichmäßig, er konnte die 180 Hertz aber auch nur per Übertaktung erreichen.

Aufgrund des verwendeten TN-Panels gibt es beim PG258Q in Sachen Bildqualität einige Einschränkungen, etwa in Form von recht engen Blickwinkeln und der im Vergleich zu den meisten IPS- und VA-Panels etwas schlechteren Farbdarstellung. Auf der anderen Seite kann unser Testgerät aber auch bei 240 Hertz mit einer gleichmäßigen Ausleuchtung ohne wirklich störende Lichthöfe und mit einer hohen maximalen Helligkeit punkten (545 cd/m²), was ihm in Kombination mit dem Schwarzwert von 0,63 cd/m² ein Kontrastverhältnis von 860:1 beschert - für ein TN-Panel ein sehr ordentlicher Wert.

Auch die im Menü aktivierbare Kontrastverbesserung macht unserem Eindruck nach einen guten Job, ausprobieren lohnt sich in jedem Fall. Dank der hohen maximalen Helligkeit ist der PG258Q außerdem einer der ersten Monitore, bei dem sich der so genannte Ultra Low Motion Blur (ULMB)-Modus zu Verringerung von Bewegungsunschärfe gut nutzen lässt (mehr zu der Technik lesen sie im Test des Asus PG279Q).

Es gibt aber zwei große Haken: Erstens kann stets nur entweder ULMB oder G-Sync aktiv sein, wobei wir letzteres bevorzugen, da G-Sync aufgrund der Synchronisation der Bildausgabe von der Geforce-Grafikkarte und Bilddarstellung am Monitor für ein direkteres Eingabegefühl sorgt (vor allem in niedrigen fps-Bereichen). Zweitens lässt sich ULMB nur bis maximal 144 Hertz aktivieren - bei einem TFT mit maximal 240 Hertz fast schon ein K.O-Kriterium.

Abseits davon hat der PG258Q keine großen Überraschungen zu bieten. Die von anderen Asus-TFTs bekannte Bedienung per Steuerkreuz funktioniert gut, wobei die vier zusätzlichen Tasten darunter etwas besser voneinander zu unterscheiden sein dürften. Dank Höhenverstellung und anderen Ergonomiefunktionen ist der Monitor flexibel einstellbar, der Rahmen fällt gleichzeitig angenehm schmal aus. Die Verarbeitung liegt auf einem hohen Niveau, auch wenn die Abdeckung für die rückseitigen Anschlüsse und die vier Menütasten etwas klapprig wirken.

Abschließend sei außerdem noch eine kleine Spielerei erwähnt: Wer will, kann das vom Standfuß per Beleuchtung auf den Schreibtisch projizierte »Repbulic of Gamers«-Logo per mitgelieferter Abdeckung und Zeichenkünsten durch eine Eigenkreation ersetzen. Auf Wunsch lässt sich die Beleuchtung im gut strukturierten, aber nicht sehr umfangreichen Monitormenü (siehe die folgende Bildergalerie) allerdings auch ganz ausschalten.

Asus ROG Swift PG258Q - Monitormenü ansehen

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