»Backup einer Kauf-DVD illegal« - Laut US-Filmindustrie

Die Filmindustrie steht auf dem Standpunkt, dass das Recht auf ein Backup nicht im Preis enthalten sei.

von Georg Wieselsberger,
05.06.2009 13:37 Uhr

In den USA läuft gerade ein Prozess, in dem sich Real Networks gegen die Filmindustrie zur Wehr setzt, die das Verbot der Software RealDVD erreichen will. RealDVD erlaubt es dem Anwender, eine DVD zu kopieren. Real Networks steht auf dem Standpunkt, dass ein Backup das gute Recht jedes Kunden sei, der sich eine DVD gekauft habe. Angeblich plant Real Networks auch einen DVD-Player mit Festplatten-Speicher und eingebauter RealDVD-Software.

Laut der Motion Picture Association of America (MPAA) hingegen ist die Software ein Verstoß gegen das Copyright und den Digital Millennium Copyright Act (DCMA) in den USA. Abgesehen davon wäre selbst eine einziges Backup einer gekauften DVD laut MPAA bereits illegal, da der CSS-Kopierschutz umgangen werden muss, was laut DCMA verboten ist. Ein Recht auf ein Backup sei ohnehin nicht im Kaufpreis enthalten, der sonst deutlich höher ausfallen würde.

Real Networks verweist allerdings darauf, dass Musik-CDs ohne Probleme auf den PC und dann auf einen MP3-Player kopiert werden dürfen und dies allgemein als gesetzlich erlaubte Nutzung angesehen werde.

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