Bekommt Nvidia Probleme mit AMD? - Ab 2010 "AMD auf AMD"

AMD wird in seinen Server-Prozessoren eine neue Anbindung der Kerne an den Arbeitsspeicher einsetzen und anscheinend keine weiteren Chipsatzrechte für diese Technik vergeben. Ob dies auch für Desktop-CPUs gelten soll, ist unklar.

von Georg Wieselsberger,
26.04.2009 10:19 Uhr

Nur noch Nvidia-Chipsätze für ältere und kleine Prozessoren?Nur noch Nvidia-Chipsätze für ältere und kleine Prozessoren?

Intel befindet sich mit Nvidia bereits in einem Rechtsstreit über die erlaubten oder nicht erlaubten Nvidia-Chipsätze für neue Intel-Prozessoren. Nun droht Nvidia auch der Verlust an den Rechten für Chipsätze für AMD-CPUs. Bei der Vorstellung der aktualisierten Server-Roadmap, die nun auch 12- und 16-Kerner enthält, erklärte der Vice President des Server-Bereiches von AMD, Pat Patla, dass es nach 2010 nur noch "AMD auf AMD" geben werde. Man erwarte bereits ab 2010 keine neuen Chipsätze von Nvidia und Broadcom für den Serverbereich mehr, die beiden Firmen würden aber alle existierenden Systeme weiterhin unterstützen.

Damit scheint AMD offensichtlich ab 2010 keine Lizenzen mehr für seine Server-Angebote erteilen zu wollen, die ab diesem Zeitpunkt die "Direct Connect Architecture 2.0" verwenden werden. Dabei handelt es sich um eine verbesserte Anbindung der Prozessor-Kerne an den Speicher, die die Entwicklung der großen Prozessoren mit bis zu 16 Kernen erst möglich macht. Inwiefern sich diese neue Technik und die Aussage von Patla auch auf Desktop-Prozessoren auswirken werden, ist unklar. Sollten sich damit aber auch Vorteile in diesem Bereich erzielen lassen, dürfte die Chipsatz-Zukunft für Nvidia sehr düster aussehen und sich auf ältere Prozessoren, den aktuellen Intel-Atom und den VIA Nano beschränken.

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