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Besser Spielen mit 3D-Brille oder 3 TFTs? - Die GameStar-Redaktion macht den Test

Mit Avatar ist dem 3D-Kino der Durchbruch gelungen. Doch wie gut eigenen sich die existierenden 3D-Verfahren Nvidia 3D Vision und Passiv-Pol zum Spielen am PC? Oder bedeuten mehr Monitore mehr Spielspaß?

von Daniel Visarius,
16.05.2010 09:00 Uhr

Auch Avatar - Das Spiel ist wie der Film auf 3D ausgelegt.Auch Avatar - Das Spiel ist wie der Film auf 3D ausgelegt.

Seit dem Kinostart von Avatar - Aufbruch nach Pandora hat der Sciene-Fiction-Film von Regisseur James Cameron weltweit 2,7 Milliarden US-Dollar eingespielt und einen gigantischen 3D-Hype ausgelöst. Mittlerweile sind die ersten 3D-Fernseher und -Blu-ray-Player auf dem Weg in die Wohnzimmer. Am PC ist die zugrunde liegende Technik schon länger verfügbar: Anfang 2009 hat Nvidia seine 3D Vision -Brille (140 Euro) auf dem Markt gebracht, dass wie die neuen 3D-Fernseher mit einem 120-Hertz-TFT und einer Shutter-Brille arbeitet, aber zwingend eine Geforce-Grafikkarte voraussetzt. Einige Monitorhersteller wie Hyundai oder Zalman bauen auf das Konkurrenzverfahren Passiv-Pol, was ohne Shutter-Brille auskommt und sowohl mit Geforce- als auch mit Radeon-Karten zusammenspielt, aber wiederum spezielle TFTs erfordert.

Mit Eyefinity hat AMD einen Gegenkonzept für Grafikkarten der Radeon-HD-5000-Serie entworfen: Statt in 3D spielen Sie hier auf mehreren Monitoren. Die ideale Kombination besteht aus dreien, theoretisch sind Konfigurationen mit bis 24 Monitoren möglich. Welche der beiden 3D-Techniken zum Spielen besser geeignet ist, lässt sich anders als zum Beispiel bei Grafikkarten nicht allein durch Messungen von Geschwindigkeit, Lautstärke und ähnlichen nachprüfbaren Kriterien beurteilen. Vielmehr spielen subjektive Eindrücke eine Rolle, weil jeder 3D anders wahrnimmt. Deshalb hat die halbe GameStar-Redaktion auf allen drei Systemen Probe gespielt und 3D Vision mit Passiv-Pol und der Mehrschirmtechnik Eyefinity verglichen.

Testaufbau

Halbwegs vergleichbare Testsysteme aufzubauen, war schwieriger als erwartet. Zumindest 22 Zoll als Monitor-Format (1650x1050) stand fest, weil die Geräte für alle drei Konfigurationen in der Redaktion vorhanden waren: der 120-Hz-TFT Samsung Syncmaster 2233RZ (280 Euro), der Passiv-Pol-Monitor Hyundai W220S (500 Euro inklusive Brille) und sechs Dell Professional P2210 mit Displayport-Anschluss für Eyefintiy (je 250 Euro). Die Bildeinstellungen haben wir soweit als möglich einander angenähert.

Im Meeting-Raum Boston (benannt nach dem Hauptfirmensitz von GameStar-Verlag IDG) spielt die GameStar-Redaktion Probe.Im Meeting-Raum Boston (benannt nach dem Hauptfirmensitz von GameStar-Verlag IDG) spielt die GameStar-Redaktion Probe.

Geeignete Spiele zu finden, die mit allen drei Systemen gleich gut funktionierten, gestaltete sich komplizierter. Zum einen kamen in erster Linie Shooter und Rennspiele in Frage, weil sie besonders stark von 3D profitieren, aber auch Schwächen am ehesten offenbaren. Als erstes fiel unsere Wahl auf Battlefield: Bad Company 2 . Den DirectX-11-Modus mussten wir abschalten, da die TriDef-Software des Hyundai-Monitors sonst eine Fehlermeldung ausspuckte. Colin McRae: Dirt 2 flackerte mit 3D Vision, also entschieden wir uns für Need for Speed: Shift . Wegen neuerlicher Probleme der TriDef-Software haben wir aber die Schatten abgeschaltet. Grundsätzlich ist die Spiele-Unterstützung von 3D Vision der von TriDef weit überlegen. Sowohl Passiv-Pol als auch 3D Vision kosten allerdings bis zu 50 Prozent Spieleleistung.

3D-Erfahrungen

Das 3D-Erlebnis ist in erster Linie subjektiv, weil uns die Technik den 3D-Eindruck nur vorgaukelt und jeder Spieler besser oder schlechter darauf hereinfällt. Einige der Informationen, die unser Gehirn beim Spielen mit einer 3D-Brille aufnimmt, passen nämlich nicht zusammen: Die dreidimensionale Wahrnehmung ergibt sich ausschließlich aus den leicht versetzten Bildern für jedes Auge. In der Realität nutzen wir beim räumlichen Sehen aber noch weitere Faktoren wie beispielsweise die Pupille, die bei einer 3D-Brille lediglich die zweidimensionale Oberfläche des Monitors fokussieren und daher keine Tiefe erkennen kann. Je nach Individuum führen diese widersprüchlichen Informationen zu schneller Ermüdung oder gar Schwindelgefühlen und Übelkeit. In unserem Test empfanden 10 Prozent der Probanden das Spielen mit einer 3D-Brille als anstrengend oder sehr anstrengend, einem davon wurde richtiggehend schlecht. Von den Betroffenen beurteilten alle die Passiv-Pol-Brille besser als Nvidia3D Vision. Der 3D-Effekt funktionierte aber bei Nvidias System nach Meinung aller Redakteure um Längen besser.

Nvidias 3D-Brille folgt dem Shutter-Prinzip, dunkelt die Gläser also abwechselnd ab und schluckt deshalb eine Großteil der Helligkeit des TFTs, was durchweg allen Redakteuren negativ auffiel. Einige störten sich an der gesamten Bildqualität von 3D Vision (Farbtreue, Helligkeit, Kontrast). Elektronik und Akku machen die Nvidia-Brille zudem vergleichsweise schwer und nach Ansicht aller Brillenträger und der meisten Headset-Tester unkomfortabel. Die Passiv-Pol-Brille des Hyundai-Monitors kommt ohne Elektronik aus und ist so leicht wie eine Sonnenbrille. Den Tragekomfort fanden die Redakteure mit einer Ausnahme gut. Für allgemeine Unzufriedenheit sorgten aber die äußert engen horizontalen Blickwinkel. Bereits bei kleinsten Abweichungen von der optimalen Sitzposition verschwindet der 3D-Effekt und die Tester sahen doppelt. Auf wenig Gegenliebe stößt auch die aus technischen Gründen halbierte vertikale Auflösung von Passiv-Pol - aus 1680x1050 wird hier 840x1050!

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