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Borderlands 2: Sir Hammerlock auf Großwildjagd im Test - Loot-Safari

Ich bin ein Kammer-Jäger – holt mich hier raus! Im Dschungelcamp von Sir Hammerlock stagniert Borderlands 2 auf hohem Niveau, wie wir im Test zum DLC »Sir Hammerlock auf Großwildjagd« feststellen mussten.

von Patrick Mittler,
17.01.2013 17:18 Uhr

Sir Hammerlock auf Großwildjagd - Release-Trailer 2:12 Sir Hammerlock auf Großwildjagd - Release-Trailer

In schöner Regelmäßigkeit haut Gearbox DLCs zu Borderlands 2 raus – man könnte auch meinen wie am Fließband. Mit Ausnahme Dezember ist nun jeden Monat nach Release des Hauptspiels ein Story-Addon erschienen. Der dritte Streich, Sir Hammerlock auf Großwildjagd, schickt den Spieler mitsamt dem namensgebenden Gentleman-Jäger in den Dschungel um die wildesten, größten und seltensten Viecher des Urwalds zu erlegen. Macht das ebenso viel Spaß wie mit Captain Scarletts Freibeuterbande oder Mr. Torgues Muskel-Machos?

Professor Naka-Wer? Nie gehört!

Bevor man sich ins Abenteuer stürzt sei an dieser Stelle ein Charakter mit Level 30 empfohlen. Die Gegner sind schlichtweg für Spieler ab dieser Stufe ausgelegt. Über das Schnellreisesystem gelangt man in das neue Gebiet Aegrus, einer Sumpf- und Dschungellandschaft. Der Urwald wirkt dabei wie aus einem plakativen und vorurteilsbehafteten Abenteuer-Groschenroman: Stinkig, gefährlich und voller primitiver Ureinwohner sowie zähnefletschender Bestien. Oder wie es Sir Hammerlock wohl ausdrücken würde: der perfekte Ort zum Umlegen der örtlichen Fauna. Was als entspannter Jagdausflug für gestresste Kammer-Jäger beginnt, wird aber bald zur aberwitzigen Ballerei gegen unerwartete »Bedrohungen«. Denn just in Aegrus schmiedet Professor Nakayama wütende Rachepläne, ein ergebener Anhänger von Handsome Jack, dem Schurken aus dem Hauptspiel.

Borderlands 2 - Screenshots aus dem DLC »Sir Hammerlock’s Big Game Hunt« ansehen

Nakayama ist mehr als außer sich, schließlich haben die Kammer-Jäger seinem Idol im Hauptspiel die Lichter ausgeknipst und sind dem größenwahnsinnigen Professor nun in den Dschungel gefolgt. Und zu allem Überfluss scheint niemand jemals von dem Wicht gehört zu haben, wie Sir Hammerlock lakonisch feststellt. Ziemlich peinlich für den bemitleidenswerten Kerl, der nur zu gerne der neue Erzfeind der Kammer-Jäger wäre. Und ziemlich lustig für den Spieler. Zwischen Großwildjagd mit Sir Hammerlock und dem überambitionierten Nakayama spannt Gearbox wieder einen DLC mit einzigartigem Charme – das Problem von Sir Hammerlock ist aber der Vergleich mit den zwei früheren Addons.

Welcome to the Jungle! Stilistisch hebt sich Hammerlock angenehm vom Hauptspiel ab.Welcome to the Jungle! Stilistisch hebt sich Hammerlock angenehm vom Hauptspiel ab.

Im groben Überblick liefert Gearbox genau das, was nach den beiden vorangegangenen DLCs zu erwarten war: Ein mehrstündiges Story-Addon mit neuen Umgebungen, neuen Gegnern, neuen Waffen (auch Seraph-Knarren), neuen Endgegnern (inklusive knackiger Raidbosse), einem neuen Fahrzeug und neuen NPCs inklusive zahlreicher derber Gags. Im Gesamtpaket ist Sir Hammerlock nach wie vor ein überdurchschnittlicher DLC, in seine Einzelteile zerlegt jedoch nur punktuell besser als Captain Scarlett oder Mr. Torgue.


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