Botnetz-Selbstmord macht PCs unbrauchbar - „Zeus“ wurde deaktiviert

Der Befehl "Kill Operating System" an den Trojaner, der das Botnetz "Zeus" kontrollierte, sorgte bei 100.00 PCs für ein unbrauchbares Betriebssystem.

von Georg Wieselsberger,
11.05.2009 10:49 Uhr

Ein weltweites Botnetz, dass unter dem Namen „Zeus“ bekannt ist und sich durch Trojaner verbreitete, wurde vor einigen Tagen deaktiviert. Dabei wurde auch der „Selbstmord-Befehl“ KOS (Kill Operating System) an die Schadsoftware ausgegeben, die daraufhin weltweit 100.000 PCs unbrauchbar machte, da ganze Hauptzweige der Registrierungsdatei gelöscht wurden. Die Besitzer der Rechner erhalten beim Start ihres Rechners nur noch einen der bekannten Blue Screens of Death (BSOD), der ohne Neuinstallation und damit dem Löschen aller Spuren nicht behebbar ist.

Ob hinter der Abschaltung des Botnetzes die eigentlichen Programmierer von Zeus stecken oder eventuell Konkurrenten, ist nicht bekannt. Zeus wurde dazu verwendet, vor allem persönliche Daten aus dem Finanzbereich wie Bankverbindungen und Kreditkartennummern zu sammeln. Daher gibt es auch die Vermutung, dass die Hintermänner von Zeus schlicht genug Daten gesammelt hätten und diese nun nutzen wollen, nachdem die Spuren auf den PCs vernichtet wurden.

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