Braid - Angespielt: Kreativer Independent-Knobler

Wir haben den Knobel-Hit Braid durchgespielt -- und sind begeistert. Number Nones Erstlingswerk steckt voller Kreativität und Abwechslung.

von Daniel Matschijewsky,
14.04.2009 12:18 Uhr

Die Prinzessin ist verschwunden. Während der schnauzbärtige Klempner Mario in einem solchen Fall auf Schildkröten und über Abgründe hüpfen würde, bedient sich der kleine Held Tim in dem Jump&Knobler Braid einer anderen Methode: Er manipuliert die Zeit. Wer nun glaubt, die Entwickler hätten nur bei Prince of Persia abgekupfert, sei eines Besseren belehrt. Zwar dürfen wir auch in Braid die Zeit zurückdrehen, das Spiel variiert das Prinzip aber in jeder der sechs 2D-Welten auf kreative Weise. So lassen sich zum Beispiel grün leuchtende Plattformen und Gegner nicht manipulieren, bewegen sich also auch dann normal weiter, wenn wir auf den Rückspul-Knopf drücken. Später im Spiel trennt sich Braid auf Kommando von seinem Schatten, der -- während wir die Zeit zurückdrehen -- alle zuvor ausgeführten Aktionen in Echtzeit wiederholt.

Klingt knifflig, und tatsächlich müssen wir in Braid stets um mehrere Ecken denken. Das Ziel: Unerreichbar scheinende Puzzleteile einsammeln und damit die Tür zum nächsten Abschnitt öffnen. Dazu gilt es, die Zeit gezielt einzusetzen, im richtigen Moment Schalter umzulegen, Plattformen dank der Rückspul-Funktion vor- oder zurückschweben oder Schlüssel-tragende Feinde in die eigenen Hände laufen zu lassen. Nicht selten saßen wir eine halbe Stunde lang ratlos vor einer der ebenso durchdachten wie kreativen Aufgaben, nur um sie schließlich mit einem schallenden »Aha!« zu lösen -- ein tolles Gefühl!

Braid ist seit dem 11. April über diverse Download-Portale wie Gamersgate oder Steam für 13 Euro zu haben. Den Test nebst Video gibt's in Kürze hier und im kommenden Heft.


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