Browserkrieg - Verliert der Internet Explorer?

Obwohl der Internet Explorer in den letzten Monaten beständig zulegt, verlieren alle Versionen zusammen in nur 4 Monaten deutlich - in Nordamerika sogar ganze 10 Prozentpunkte. Firefox könnte bald alle IE-Versionen hinter sich lassen.

von Georg Wieselsberger,
06.07.2009 14:03 Uhr

Die Tatsache, dass Microsoft den Internet Explorer 8 in Europa aus Windows 7 herausnimmt, um anderen Forderungen der EU-Kommission vorzubeugen, ist vermutlich eine der geringeren Sorgen von Microsoft in Sachen Browser. Dort kann der Softwarekonzern immerhin durch ein kostenloses Internet-Paket auf CD gegensteuern.

Doch der Browser-Trend seit März, dem Monat, in dem der Internet Explorer 8 veröffentlicht wurde, dürfte Microsoft ganz und gar nicht gefallen. In Europa kamen der der IE6, IE7 und der neue IE8 damals zusammen auf knapp über 49 Prozent, in Nordamerika auf knapp über 65 Prozent. Nun, im Juli, meldet StatCounter für Europa trotz eines starken Wachstums beim IE8 nur noch knapp 46 Prozent insgesamt, in Nordamerika fällt der Absturz bei nur noch 55 Prozent noch stärker aus.

Offensichtlich steigen immer mehr Nutzer der älteren Internet-Explorer-Versionen um, aber bei weitem nicht alle wählen danach die neueste Variante aus Redmond. Stattdessen dürfte Firefox - wie in Europa bereits - auch in Nordamerika bald der beliebteste Browser sein, der Abschwung der 3.0.x-Version im Juli um 1,9 Punkte ist vermutlich Firefox 3.5 geschuldet, der bei StatCounter noch nicht auftaucht. Vorab-Daten von Net Applications sehen den neuen Firefox jedoch schon bei 2%.

Trotzdem ist Firefox selbst ohne Firefox 3.5 in Nordamerika und weltweit nur noch knapp 3,5 Prozentpunkte davon entfernt, dem IE7 den 1. Platz unter den Browser-Versionen zu entreißen. Sollte sich der Abwärtstrend des IE7 fortsetzen und Firefox-User zügig auf Version 3.5 oder die noch in diesem Monat erscheinende Version 3.5.1 umsteigen, könnte der August ein Freudenmonat für Mozilla werden. Firefox hätte erstmals alle Versionen des Internet Explorer hinter sich gelassen – einzeln gesehen. Insgesamt klafft allerdings noch immer eine Lücke von 29 Prozentpunkten. Der Internet Explorer verliert also die monatlichen Statistik-Schlachten, aber (noch) nicht den Browserkrieg.

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