Bundesagentur für Arbeit - »Lieber Englisch lernen als Computer spielen«

Frank-Jürgen Weise, der Chef der Bundesagentur für Arbeit, rät angesichts der sich anbahnenden Industrie 4.0 dazu, mehr Zeit in die Erweiterung der eigenen beruflichen Kompetenzen zu investieren.

von Tobias Ritter,
30.12.2016 09:35 Uhr

Weniger am Computer spielen, mehr in die eigene Aus- und Fortbildung investieren - so lautet der Rat des Chefs der Bundesagentur für Arbeit im Zuge des sich anbahnenden Wandels zur Industrie 4.0.Weniger am Computer spielen, mehr in die eigene Aus- und Fortbildung investieren - so lautet der Rat des Chefs der Bundesagentur für Arbeit im Zuge des sich anbahnenden Wandels zur Industrie 4.0.

Die sogenannte Industrie 4.0, also die Vernetzung von Maschinen untereinander und ganzer Fabrikationsstätten mit dem Internet, stellt den Job-Markt in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Darauf hat nun auch noch einmal der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hingewiesen.

Der digitale Wandel der deutschen Wirtschaft sei nicht mehr aufzuhalten und erfordere von jedem Einzelnen die Bereitschaft, sich anzupassen und sich in Eigeninitiative fortzubilden, so Weise.

Und der BfA-Chef hat auch konkrete Tipps an die arbeitende und die arbeitssuchende Bevölkerung: Weniger Computer spielen und stattdessen mehr Zeit in die eigene Bildung investieren. Insbesondere zu IT- und Englisch-Kursen rät Weise:

"Und da kann ich jedem einzelnen nur die gute Empfehlung geben, sich darauf einstellen. Da müssen die Menschen entscheiden, ob sie Computerspiele machen [sic] oder einen IT-Kurs belegen und ob sie in der Freizeit auch mal Englisch lernen."

Arbeitsmarktprognose bis 2025

Weise beruft sich mit seinen Aussagen auf Arbeitsmarktforscher, die im Zuge der sich anbahnenden Wirtschaft 4.0 bis zum Jahr 2025 in Deutschland mit dem Verlust von 1,5 Millionen Jobs rechnen. Gleichzeitig sollen jedoch 1,5 Millionen neue Arbeitsplätzen entstehen.

Unter dem Strich würden damit zwar kaum Arbeitsplätze wegfallen. Hunderttausende von Beschäftigten müssten sich aber beruflich völlig neu orientieren, heißt es in der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem vergangenen Herbst.


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