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Auf geht's

Call of Juarez: Bound in Blood - Preview: Wilde Schießereien mit bewegender Story

Halunken, wilde Schießereien und eine bewegende Story. Das Problem ist nur: Wir kennen das Ende schon.

von Fabian Siegismund,
30.04.2009 18:00 Uhr

Als Reverend Ray McCall im Ego-Shooter Call of Juarez den Zorn Gottes über unzählige Western-Schurken bringt, hat er den Zenit seiner Revolverhelden- Karriere längst überschritten. Er ist ein alter, verbitterter Mann.

Bound in Blood erzählt nun Rays Vorgeschichte: Wie er als Soldat kämpfte, gemeinsam mit seinem Bruder Thomas zum Gangster wurde und schließlich wider Erwarten den Glauben fand.

Hart aber herzlich

Im Konzentrations-Modus streckt Ray mehrere Gegner gleichzeitig nieder – Bullet Time lässt grüßen.Im Konzentrations-Modus streckt Ray mehrere Gegner gleichzeitig nieder – Bullet Time lässt grüßen.

Rays Abenteuer beginnen im US-Bürgerkrieg. Während uns Call of Juarez anfangs ein gemächliches Tutorial-Level vorsetzte, gibt Bound in Blood gleich richtig Gas. Soldaten hetzen von Deckung zu Deckung, Kanonentreffer lassen hohe Tannen zerbersten und mitten drin Ray McCall. Der kämpft hier auf Seiten der Südstaaten, sprich: für die »Bösen«.

Doch Ray ist kein böser Mensch, er verteidigt schlicht seine Heimat. Dazu bedient er sich am liebsten zweier Revolver. Die linke Maustaste feuert dabei die linke Waffe ab, die rechte die rechte. Hält Ray nur einen Ballermann, kann er ein bisschen zoomen. Mit jedem Gegner, den McCall niederstreckt, sammelt er Konzentrations-Energie. Hat er genug davon beisammen, aktivieren Sie Rays Spezialattacke: Nun bleibt die Zeit für wenige Sekunden stehen, und Sie wählen mit Mausklicks bis zu zwölf Feinde in Ihrer unmittelbaren Nähe aus. Sobald das Feuergefecht weitergeht, ballert Ray wie irre mit beiden Knarren auf die markierten Widersacher. Ein filmreifer Shoot-out, der Clint Eastwood würdig wäre.

Call of Juarez: Bound in Blood - Screenshots ansehen

Band of Brothers

Die Duelle steuern sich ungewöhnlich und laufen letztlich nur als Reaktionstest ab, sehen aber cool aus.Die Duelle steuern sich ungewöhnlich und laufen letztlich nur als Reaktionstest ab, sehen aber cool aus.

An der Front tut sich ein weiterer Soldat hervor: Thomas McCall, Rays jüngerer Bruder. Seite an Seite schlagen die beiden die angreifenden Blauröcke in die Flucht, bedienen mal Gatling-Maschinengewehre, mal Feldkanonen und sprengen schließlich spektakulär eine Brücke in die Luft. Aber vergebens: Der Vorgesetzte der McCalls, Colonel Barnsby, befiehlt den Rückzug. Doch Ray und Thomas wollen stattdessen lieber die Farm ihrer Mutter beschützen. Sie desertieren und machen sich damit den rachsüchtigen Colonel zum Feind. Der Abstieg der McCalls beginnt.

Bound in Blood ist in mehrere Kapitel eingeteilt. Vor jedem Abschnitt haben Sie die Wahl, ob Sie lieber als Ray oder als Thomas spielen wollen. Ray ist dabei der Mann fürs Grobe: Seine beiden Knarren und seine stählerne Schutzweste machen ihn zum perfekten Nahkämpfer, außerdem kann er Dynamitstangen werfen und Türen eintreten.

Thomas hingegen bevorzugt ein Gewehr für Distanzschüsse und Wurfmesser für lautlose Attacken. Mit seinem Lasso klettert er auf Hindernisse und erreicht so Stellen, die Ray nur mit Thomas’ Hilfe erklimmen kann. Doch im Gegensatz zu Billy aus Call of Juarez ist auch Thomas ein reinrassiger Kämpfer. Lahme Kletterpassagen, die im Vorgänger nervten, fehlen also in Bound in Blood.

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