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Cannon Strike: Tactical Warfare im Test - Extrem kurze und einfache Panzer-Taktik

Das Echtzeit-Taktikspiel lässt Sie auf Seiten der Allierten oder der Sowjets mit Panzern und Fußtruppen kämpfen. Die veraltete Grafik, schlechte KI und grauenvolle Wegfindung verdirbt Ihnen aber schnell die Lust daran. Da ist man schon fast froh, wenn das Spiel nach nur zwei Stunden zu Ende ist.

von Daniel Abel,
20.07.2009 14:32 Uhr

Das Echtzeit-Taktikspiel Cannon Strike: Tactical Warfare vom Publisher Rondomedia wirbt mit zwei Kampagnen, mehreren Schwierigkeitsgraden, sowie einem Strategie- und einem Arcade-Modus. Außerdem sollen Ihre Truppen Erfahrung sammeln. Das klingt nach einem umfangreichen Spiel, was jedoch ganz und gar nicht der Wahrheit entspricht. Selbst wenn Sie einige Missionen wiederholen müssen, haben Sie innerhalb von zwei Stunden alles gesehen.

Denn erstens sind die Karten winzig, zweitens bewegen sich die Panzer irrwitzig schnell. Zusammen mit den häufig wechselnden Missionszielen bringt das zwar Schwung, spielerischer Anspruch sieht aber anders aus. Die »Taktik« beschränkt sich nämlich auf wilde Zickzack- Manövriere, um Treffern auszuweichen. Was durch die schlechte Wegfindung doppelt nervt.

Cannon Strike: Tactical Warfare - Screenshots ansehen

Trotzdem ist Cannon Strike ausgesprochen einfach. Auch wenn sich der Titel nicht danach anhört, gibt es auch Fußtruppen. Die können Sie aber getrost vergessen, da sie nur als Kanonenfutter dienen. Zusätzlich entpuppt sich der Erfahrungsgewinn als Spiegelfechterei. Zwar bekommen Sie in den späteren Missionen stärkere Truppen. Die setzen sich aber nicht aus Überlebenden des letzten Kampfes zusammen, sondern sind komplett neu. Die Truppenstärke hängt somit lediglich von der gewählten Mission ab.

Optisch ist Cannon Strike schwach. So fliegen zwar die Kugeln, Gebäude stürzen ein und Panzer explodieren, aber all das in veralteter Grafik. Die Landschaften sind grau-grüner Matsch, der allerdings durch Details wie Schützengräben und Sandsackbarrieren aufgelockert wird. Bei der Soundkulisse haben sich die Entwickler auch keine Mühe gegeben. Es gibt kaum Umgebungsgeräusche, nur zwei sich ständig wiederholende, Musikstücke. Die die Panzer wiederumnerven mit quietschenden Ketten. Und die gute Sprachausgabe gibt‘s nur in Englisch. Immerhin bleiben die Untertitel angenehm lange stehen.

Lassen Sie also die Finger von Cannon Strike. Holen Sie sich lieber eine Strategie-Alternative aus dem Budget-Regal. Zum Beispiel das Strategiespiel Aggression. Das verwendet nämlich dieselbe Schlachten-Engine, doch zwischen den Gefechten verschieben Sie zusätzlich Truppen auf einer Strategiekarte. Und Letzteres macht wenigstens ein bisschen Spaß.

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