CDV - Deutscher Publisher ist pleite

CDV ist zahlungsunfähig. Welcher Rolle spielt das amerikanische Unternehmen Southpeak dabei?

von Daniel Raumer,
13.04.2010 12:42 Uhr

Der deutsche Spielepublisher CDV Software Entertainment muss Insolvenz anmelden. Einem Bericht von GamesMarkt.de zufolge bestellte das Unternehmen mit Sitz in Frankfurt/Main einen Insolvenzverwalter, der nun prüft, ob und wie die Geschäfte von CDV weitergeführt werden können. CDV hatte zuletzt in Deutschland Serious Sam HD veröffentlicht.

Ein Grund für die akute Zahlungsunfähigkeit ist, dass der texanischen Publisher SouthPeak angekündigt hat, ausstehende Forderungen der CDV in Millionenhöhe nicht begleichen zu wollen. Hintergrund der Forderungen ist ein Rechtsstreit aus dem Jahre 2009, beim dem SouthPeak dazu verurteilt wurde, Schulden der Gamecock (Velvet Assassin) an CDV zu begleichen.

Southpeak hatte Gamecock zuvor aufgekauft. CDV und Gamecock hatten einen Vertriebsvertrag über sieben Spiele. Davon wurden aber nur vier Stück hergestellt und so forderte CDV einen Anteil der gezahlten 7 Millionen Dollar zurück. SouthPeak weigerte sich aber mit der Begründung, CDV hätte den Vertrag einseitig beendet. SouthPeak erwarb anschließend die Firma Establishment, die ihrerseits noch Verbindlichkeiten in Höhe von 4,4 Millionen Dollar gegenüber CDV hatte. Es ist wahrscheinlich, dass SouthPeak damit die Möglichkeit für einen Vergleich schaffen wollte, da beide Firmen sich nun gegenseitig Geld schulden. CDV kündigte aber bereits an, dass es diese Möglichkeit nicht in Betracht ziehe.


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