CES 2014: Armband mit Mini-Handy und GPS - Positionstracking und Notfall-Ruf für Kinder und Senioren

Auf der CES hat das britische Unternehmen KMS ein Armband vorgestellt, das sowohl Sicherheit als auch Überwachung mit sich bringt.

von Georg Wieselsberger,
13.01.2014 12:40 Uhr

Das KMS Wristband ist laut The Guardian ein weiterer Schritt in eine dystopische Zukunft.Das KMS Wristband ist laut The Guardian ein weiterer Schritt in eine dystopische Zukunft.

Das Armband war auf der Consumer Electronics Show 2014 in Las Vegas nur als Prototyp zu sehen und wurde von KMS Solutions in Zusammenarbeit mit der Universität Manchester entwickelt. Es handelt sich um ein einfaches Mobiltelefon mit GPS-Sensor und einer einzigen Taste. Diese Taste funktioniert laut The Guardian wie eine Art »Panik-Button«, nach dessen Aktivierung das integrierte Mobiltelefon bis zu fünf vorbestimmte Rufnummern wählt, bis sich ein Mensch auf der Gegenseite meldet. Auf dem Armband befindet sich auch ein Barcode, der Informationen über die Blutgruppe, Allergien und eine Kontaktnummer für Notfälle enthält.

Gedacht ist das Armband beispielsweise für Senioren, Menschen, die selbst kein Mobiltelefon bedienen können oder auch Kinder. Die Position des Armbands kann über eine App oder den Browser online festgestellt werden. Damit wissen Betreuer oder auch Eltern immer, wo sich der Träger aufhält. Verlässt der Träger eine vorbestimmte Route oder einen erlaubten Bereich, können ebenfalls andere Personen darüber informiert werden.

Diese Funktionen erinnern stark an die einer elektronischen Fußfessel. Doch Kinder, mit denen das Gerät getestet wurde, sollen sich laut KMS nicht überwacht gefühlt haben, sondern sahen das Armband als Möglichkeit, ohne Eltern draußen unterwegs zu sein. Die Eltern fühlten sich ebenfalls sicherer, da sie stets feststellen konnten, wo sich ihr Kind befindet. Das Armband soll im September 2014 für umgerechnet 240 Euro in den Handel kommen.


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