China vs. Microsoft und Apple - US-Konzerne mit Problemen (Update: Dementi zu Apple)

Microsoft und Apple sind laut Medienberichten aus verschiedenen Gründen ins Visier der chinesischen Behörden geraten.

von Georg Wieselsberger,
09.08.2014 13:47 Uhr

Das iPad von Apple darf von Behörden in China doch weiter gekauft werden.Das iPad von Apple darf von Behörden in China doch weiter gekauft werden.

Update: Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben chinesische Behörden und Apple den Bericht von Bloomberg dementiert. Apple-Produkte seien nicht wegen Sicherheitsbedenken von den neuen offiziellen Einkaufslisten entfernt worden. Stattdessen hätte sich Apple gar nicht für einen Eintrag auf diesen Listen beworben und sei daher auch noch die darauf enthalten gewesen.

Außerdem führten die neuen Listen nur besonders energieeffiziente Produkte auf und auch wenn Apple-Produkte noch nicht darauf zu finden seien, stehe der Kauf solcher Geräte anderen Behörden durchaus offen. Andere Listen mit Apple-Produkten seien allerdings tatsächlich kurz offline gewesen, allerdings nur, um Preisanpassungen vorzunehmen. Solange seien auch die Einkäufe gestoppt. Mit der nationalen Sicherheit habe das nichts zu tun. Inzwischen sind diese Listen wieder online.

Originalmeldung: Chinesische Behörden sind momentan anscheinend nicht besonders gut auf Konzerne aus den USA zu sprechen. Nach dem Verbot, Regierungsrechner mit Windows 8 auszustatten, wurden nun schon zum wiederholten Male Büros von Microsoft untersucht. Als Grund gab die Regulierungebehörde für Industrie und Kommerz Verstöße gegen das Kartellrecht an. Auch Büros der IT-Beratung Accenture, die mit Microsoft im Finanzbereich zusammenarbeitet, waren betroffen. Während Microsoft gegenüber Reuters erklärte, man arbeite mit den Behörden zur Klärung der Vorwürfe zusammen, wurde die Microsoft-Anwältin Mary Snapp laut dem Bericht Anfang der Woche davor gewarnt, die Untersuchungen zu behindern.

Bloomberg meldet inzwischen, dass die chinesische Regierung nun auch insgesamt zehn Apple-Produkten wie iPads und MacBooks von den erlaubten Einkaufslisten für Behörden entfernt hat. Grund seien Bedenken hinsichtlich der Sicherheit. Außerdem seien zuletzt Regierungsbehörden angewiesen worden, auch keine Antiviren-Software von Symantec oder Kaspersky zu kaufen. Laut dem Bericht sind Experten der Ansicht, dass China durch diese Maßnahmen verhindern möchte, dass ausländische Unternehmen zu viel Einfluss gewinnen. Das sei auch ein Signal an chinesische Unternehmen, entsprechend zu handeln.

Während das Geschäft von Microsoft in China sehr überschaubar ist und daher bei Marktbeobachtern auch Verwunderung über angebliche Kartellverstöße herrscht, hatte Apple zuletzt 16 Prozent seines Umsatzes dort erzielt. Im Juli hatte das chinesische Staatsfernsehen berichtet, dass Staatsgeheimnisse über iPhones von Apple geleakt werden könnten. Apple hatte diese Vorwürfe umgehend bestritten. Zu den neuen Aktionen gibt es bislang aber keinen Kommentar.

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