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Choplifter HD im Test - Mit dem Rambo-Heli auf Feindflug

Es ist wieder Remake-Zeit! Kann Choplifter HD die Faszination seines klassischen Vorbilds in die HD-Ära retten oder stürzt der Spielspaß auf halber Strecke ab?

von Patrick Mittler, Malte Witt,
01.02.2012 18:07 Uhr

Choplifter HD ist ein Remake des gleichnamigen Spiels von 1982. Seit die Hubschrauber von Choplifter für Amiga-Konsolen, dem Commodore 64, dem NES oder dem Sega Master System im Rettungseinsatz sind, hat sich am gewohnten Spielprinzip wenig geändert.

Unsere Aufgabe in Choplifter HD: Mit einem Rettungshelikopter düsen wir in feindliches Gebiet und retten in möglichst wenigen Anläufen möglichst viele Zivilisten, Kriegsreporter oder Soldaten vom Schlachtfeld.

Choplifter HD - Screenshots ansehen

Arcadelastig

Auf dem Weg zur Evakuierung schießen wir zudem alles zu Klump, was nur irgendwie einen feindlichen Anstrich hat. Und das machen wir Level für Level, wieder und wieder. Im Kern ist Choplifter genau das: repetitive Arbeit und das monotone Wiederholen immergleicher Rettungsflüge. Doch ein Triumvirat aus motivierender Highscorejagd, abwechlsungsreichen Levels und einer Prise Irrsinn rettet die Rettungshelis vor dem Spielspaß-Absturz.

Zu evakuierende Zivilisten sind oft von Gegner eingekesselt - wir müssen uns erst den Weg freischießen.Zu evakuierende Zivilisten sind oft von Gegner eingekesselt - wir müssen uns erst den Weg freischießen.

Zwischen uns und einer glorreichen Punktezahl stehen einige Schwierigkeiten. Bei den Rettungsflügen macht uns die Spritanzeige Druck, verletzte Personen müssen wir schnell evakuieren, bevor sie sterben, und der Feind begrüßt uns zudem mit allerlei für unseren Hubschrauber ziemlich ungesundem Kriegsgerät.

Dass wir dabei nur von links nach rechts fliegen, sorgt für ein typisch hektisches Arcade-Spielgefühl. Eine vernünftige Schlachtfeld-Atmosphäre spüren wir aber nicht. Dafür ist die Technik zu schwach, außerdem kommt kein Tempogefühl auf, noch nicht einmal, wenn wir den Boost einschalten. Immerhin überzeugen die Levels: Manchmal sind wir als Rambo-Rettungsflieger in der Wüste unterwegs, dann wieder im Dschungel oder in Städten.

Abwechslungsreich

Unsere Tätigkeit als fliegender Taxifahrer wäre wohl nach zwei oder drei Missionen etwas langweilig, allerdings zieht der Schwierigkeitsgrad nach dem zehnten Level stark an, wodurch wir unsere Flüge besser planen oder stärkere Helikopter freischalten müssen. Manchmal ist das Zeitlimit unser dringendstes Problem, dann wieder die schiere Übermacht des Feindfeuers.

Die Zombieinvasionen bringen etwas Abwechslung in den Retter-Alltag.Die Zombieinvasionen bringen etwas Abwechslung in den Retter-Alltag.

Cool: Des Öfteren werden wir mit einer Zombieepidemie konfrontiert und müssen inmitten schlurfender Horden verzweifelte Soldaten beschützen oder Untote abschütteln, die sich an unseren Hubschrauber hängen und den Copiloten anknabbern. Zusätzlich lassen unsere Piloten jede Menge Sprüche vom Stapel. Die wirken aber oft bemüht und sind schlecht vertont. Immerhin, wer genau hinschaut oder -hört, der entdeckt so manche Anspielung auf berühmte Actionfilme oder -spiele.


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