Chrome OS - Gefahr für Intel & Microsoft?

Das Chrome OS eventuell schlecht für Microsoft sein könnte, liegt auf der Hand. Doch da auch ARM-Prozessoren unterstützt werden sollen, könnte dies auch für Intel negative Folgen haben, die das Problem für Microsoft noch verstärken könnten.

von Georg Wieselsberger,
20.07.2009 10:26 Uhr

Bisher steckt in fast jedem Netbook oder Nettop ein Atom-Prozessor von Intel, während als Betriebssystem Windows XP eingesetzt wird. Doch wie EETimes berichtet, könnte sich das bis zu Jahr 2012 relativ schnell ändern. Während jetzt 80% aller Netbooks mit dem Atom ausgerüstet sind, könnten ARM-Prozessoren bis zum Jahr 2012 bereits einen Anteil von 55% halten – dank dem auf Linux basierenden Google-Betriebssystem Chrome OS.

ARM soll bis dahin seine neue Cortex-9-Architektur vorstellen und Cloud Computing, also das Auslagern von Programmen, Daten und auch Rechenleistung auf Server im Internet, soll immer wichtiger werden. Damit könnten größere Laufwerke in Netbooks überflüssig werden, was die Kosten deutlich senkt, ebenso die Verwendung eines im Vergleich zu Windows kostenlosen Betriebssystems.

Sollten sich ARM-basierte Rechner erst einmal in einem Bereich durchsetzen, dürften auch immer mehr entsprechende Programme aus dem Audio-, Video- und Produktivitätsbereich verfügbar werden. Spiele nennt EETimes zwar nicht, doch auch diese Entwicklung erscheint dann nur logisch. Je mehr Möglichkeiten PCs mit ARM-Prozessor und Googles Chrome OS bieten, desto schlechter dürfte dies im Gegenzug für Microsoft sein.

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